Negovan-Team ohne Orowicz

SG 09 Kirchhof möchte sich im DHB-Pokal gegen TVB Wuppertal beweisen

Ist am Samstag gefragt: Torfrau Sophia Ritter (r.), die hier beim Heinrich Horn-Gedächtnisturnier einen Wurf von Leipzigs Lara Seidel (am Ball) entschärft.
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Ist am Samstag gefragt: Torfrau Sophia Ritter (r.), die hier beim Heinrich Horn-Gedächtnisturnier einen Wurf von Leipzigs Lara Seidel (am Ball) entschärft.

Mit einem Leckerbissen starten die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof in die Saison. In der ersten Runde des DHB-Pokals hat das Team des neuen Trainers Dragos Negovan den Zweitligisten TVB Wuppertal zu Gast (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen).

Kirchhof – „Das ist unsere Generalprobe für die Liga. Wir wollen schon dagegen halten“, sagt der Coach, der seinen Spielerinnen in der Vorbereitung vor allem die Schlagworte Kampf, Emotion und Disziplin ans Herz gelegt hat. Mit der Entwicklung seines Teams ist er sehr zufrieden. Sieben Neuzugänge, vier verbliebene und drei aufgerückte Akteurinnen aus dem Juniorteam seien bereits zu einer „starken Einheit“ gewachsen.

Dabei wählt Negovan einen anderen Ansatz als seine Vorgänger. Und lässt sich nicht auf eine Stammformation festlegen. „Bei mir gibt es nicht nur sieben oder acht Spielerinnen, die es richten sollen, sondern ich möchte allen Spielanteile geben“, betont der Gensunger und legt auch Angriff und Abwehr flexibel an. Für den Mittelblock kommen Ida Evjen, die neue Kapitänin, Deborah Spatz, deren Stellvertreterin, und Greta Kavaliauskaite in Frage.

Schmincke rückt ins Team neben Ritter

Allerdings: nachdem die Löwinnen prima durch die Testphase gekommen sind, fällt nun Aleksandra Orowicz wegen einer Verletzung am Bein aus. Dafür unterstützt Alica Schmincke die Dänin Sophia Ritter im Tor. Der Gegner reist indes mit besonders guten Erinnerungen an. Denn durch den 29:17-Kantersieg feierte Wuppertal am drittletzten Spieltag der vergangenen Saison den Klassenerhalt ausgerechnet in Melsungen. Das war seinerzeit der fünfte Sieg in Serie für den TVB, der zwei weitere Siege folgen ließ.

Was nicht bedeutet, dass die Erwartungshaltung an das Team des jungen Trainers Dominik Schlechter gestiegen wäre. Im Gegenteil: „Wenn wir wieder die Klasse halten, wäre das ein Riesending“, betont der Coach, der Kirchhof weiterhin „auf Augenhöhe“ sieht. Was auch damit zu tun hat, dass er mit Ramona Ruthenbeck (zum Bergischen HC) seinen Fixpunkt ersetzen muss. Das soll im Kollektiv gelingen, denn „Eins zu Eins geht das nicht.“

Wiedersehen mit Torfrau Bärthel

Die Vorbereitung läuft aus Schlechters Sicht „etwas schleppend“. Immerhin: Kapitänin Michelle Stefes, die sich im Januar gegen Kirchhof verletzte, ist wieder fit. Und gibt ihren Einstand ebenso wie Julie Bärthel am Samstag. Denn vom 1. FC Köln wurde die Torfrau, die von 2011 bis 2014 in Kirchhof spielte, nachverpflichtet als Ersatz für Katja Grewe, die sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Noch nicht dabei ist die zweite Ex-Kirchhoferin, Katharina Hufschmidt, die sich nach einer Schulterverletzung im Aufbautraining befindet. (Sebastian Schmidt)

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