Angriffsmotor stockt

Harte Arbeit gegen verkehrte Welt bei der SG 09 Kirchhof

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Wiedersehen in Herrenberg: Kirchhofs Kapitän Diana Sabljak (am Ball) steht mit ihrem Team vor einer schwierigen Aufgabe gegen Aylin Bok und die Kuties, die in Bestbesetzung eine angeschlagene SG 09 erwarten. 

Verkehrte Welt bei der SG 09 Kirchhof: Nachdem das Team unter der Regie von Trainer Christian Denk drei Jahre lang für Tempohandball stand, stockt der Angriffsmotor derzeit gewaltig. Dafür steht die Abwehr stabil und wird im Zweitliga-Vergleich bei der SG H2ku Herrenberg (Sa. 19.30 Uhr) gefordert.

„Wir müssen über unsere Deckung ins Spiel finden. Für Tore müssen wir aktuell härter denn je arbeiten“, betont Denk, dessen personelle Möglichkeiten begrenzt sind. Im Tor ist der Einsatz von Frederikke Siggaard fraglich. Die Dänin hatte sich am Samstag an der Leiste verletzt und ist erst gestern wieder ins Training eingestiegen. Da Nela Zuzic ebenfalls angeschlagen ist, könnte die formstarke Paula Küllmer beginnen.

Ganz bitter sieht es auf den Außen aus, wo Iva van der Linden (rechts) und Marie Borgolte auf sich allein gestellt sind. Andra Lucas fehlt erkrankt, Talent Marie Sauerwald wird nicht mit nach Baden-Württemberg reisen. „Wir sind immer noch gut und wollen das Spiel breitmachen“, betont Denk. Geduld ist also gefragt im Positionsangriff. Wohlwissend, dass Diana Sabljak als sichere Siebenmeterschützin (17 von 21) parat steht. Im Feld haben aber neben der verletzten Sina Ritter (17, dazu 4 Siebenmeter) nur Jana Schaffrick (15), Greta Kavaliauskaite (14), Sabljak (13) und Alena Breiding (11) mehr als zwei Treffer in vier Spielen gelandet. Das ist ein Grund für drei Niederlagen in Serie in der Liga und den knappen Erfolg (22:18 in Netphen) im Pokal.

Herrenberg ist in Bestbesetzung

Herrenberg liegt nur einen Punkt vor Kirchhof. „Wir spielen noch nicht das, was wir können. Besonders in der Abwehr erwarte ich, dass wir nun deutlich vorankommen“, betont SG-Trainer Mike Leibssle. Der 39-Jährige setzte am spielfreien Wochenende an der Deckung an. Hier könnte die neue Kreisläuferin Stefanie Schöneberg, die gemeinsam mit der starken Halbrechten Szimonetta Toepelt-Gera und Sarka Marcikova von Erstligist TV Nellingen kam, im Mittelblock beginnen.

Herausragend ist indes mit der Halblinken Lea Neubrander ein Eigengewächs. Die 19-Jährige führt die Torjägerliste mit 43/15-Treffern an und war bei den drei bisherigen Heimsiegen gegen Kirchhof (36:17 am 9. Januar 2016, 30:17 am 26. Mai 2018 und 31:25 am 20. April 2019) dabei. Der erste Auswärtspunkt bei den Kuties, die in Bestbesetzung antreten, hätte in der derzeitigen Verfassung für die SG 09 deshalb etwas von verkehrter Welt.

Im Pokal gegen Meister Bietigheim

Das ist eine Herausforderung: Die SG 09 Kirchhof hat das Hammer-Los im Achtelfinale des DHB-Pokals gezogen. Gegner am 2. oder 3. November in Melsungen ist der Deutsche Meister SG BBM Bietigheim. „Bietigheim ist das Maß der Dinge“, erklärt SG-Coach Christian Denk mit Blick auf das Team um Nationaltorhüterin Dinah Eckerle. Die sportlich machbarste Aufgabe verpasste die SG 09 nur um eine Kugel: Drittligist HSG DJK Marpingen gegen SC Alsweiler wurde zuvor gezogen. 

Die weiteren Paarungen: Kurpfalz Bären - Neckarsulmer SU, TSV Nord Harrislee - VfL Waiblingen, SV Union Halle-Neustadt - HSG Bensheim/Auerbach, Buxtehuder SV - TuS Metzingen, HSG Blomberg-Lippe - Thüringer HC, Borussia Dortmund - TSV Bayer 04 Leverkusen, HSG DJK Marpingen SC Alsweiler - Frisch Auf Göppingen.

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