27:28 nach 12:7

SG 09 Kirchhof fehlen in Harrislee Mut und Lockerheit

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Da half auch kein Beten: Trainer Christian Denk hat mit Kirchhof in Harrislee verloren. 

Harrislee. Die mit 500 Kilometern längste Auswärtsfahrt war keine Reise wert. Mit 27:28 (13:13) haben die Zweitliga-Handballerinnen der SG 09 Kirchhof beim TSV Nord Harrislee verloren.

Trotz bis zu fünf Toren Vorsprung (12:7 nach 21 Minuten) verpassten es die Grün-Weißen, den möglichen zweiten Auswärtssieg zu landen. „Wir sind einfach nicht mehr so frei und mutig wie letzte Saison. Wir können nicht damit umgehen, wie stark uns die Gegner sehen und dass jeder von uns immer einen Sieg erwartet“, betont SG-Coach Christian Denk. 

Und wusste einen weiteren Grund zu nennen, warum das Auf und Ab in dieser Runde weitergeht und sein Team es versäumte, das 44:32 gegen Trier mit einem weiteren Erfolg zu veredeln. „Trier hat sich gegen uns ergeben. Harrislee hat immer weitergemacht und einfach jedes Tor gefeiert.“

27 Minuten lang war für Kirchhof alles im grünen Bereich. Da führte Danique Boonkamp klug Regie. Da trafen Diana Sabljak (5) und Dionne Visser (4) nach Belieben. Da stand die Deckung, sodass Torfrau Frederikke Siggaard nahe ihrer dänischen Heimat zwischen den Pfosten einen 13:9-Vorsprung bejubelte. Doch dann sorgten Fenja Jensen, Merle Carstensen, Catharina Volquardsen und Janne Lotta Woch mit vier Treffern in nur 160 Sekunden für ein Remis zur Pause.

Nordfrauen verteidigen knallhart

Das gab den Gastgeberinnen von Trainer Herluf „Shorty“ sowie dessen Sohn und Co-Trainer Peer Linde Auftrieb. Bestätigung nach zuvor drei Siegen in Serie auf dem Olymp, wie die Nordfrauen demütig die 2. Liga nennen, auch die höher gehandelten Kirchhöferinnen in die Knie zu zwingen. Und das sogar mit durchaus SG-typischen Mitteln. Harrislee deckte hart bis zu den Grenzen des Erlaubten, bearbeitete vor allem Sabljak heftig und ließ sich von allen personellen und taktischen Veränderungen beim Gegner nicht schocken.

Zunächst brachte Denk für den Rückraum Michelle Urbicht und Alena Breiding. Im Tor durften sich Katarzyna Demianczuk und Paula Küllmer beweisen. Alles mit überschaubaren Erfolg. Ein ganz anderes Kaliber war Sophie Ann Fasold. Die US-amerikanische Nationaltorhüterin trieb besonders die Außen Christin Kühlborn und Karolina Bijan mit überragenden Paraden zur Verzweiflung.

Bis zum 20:20 durch Breiding (44.) war dennoch alles offen. Sogar zwei Punkte für Kirchhof möglich, als Siggaard einen Siebenmeter von Woch parierte (46.). „Doch dann werfen wir im Gegenzug den Ball ins Aus. Wir hatten einfach viel zu viele technische Fehler“, haderte Denk. Und musste mit ansehen, wie sich die Nordfrauen über 23:21 (50.) und 26:22 (56.) vorentscheidend absetzten.

SG 09: Siggaard, Demianczuk, Küllmer - Lucas, Breiding 1, Boonkamp 3, Kühlborn 3, Svirakova 1, Sabljak 6/2, Szary, Urbicht 1, Bijan 2, Visser 9/7, Mai 1.

SR: Heine/Standke. Z: 263.

Siebenmeter: 5/4:10/9.

Zeitstrafen: 6:6-Minuten. 

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