2. Bundesliga:

SG 09 Kirchhof gibt Waiblingen beim 35:26 einen Korb

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Glücksgefühle: Kirchhofs überragende Torfrau Frederikke Siggaard überragte beim 35:26.

Die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof haben in der 2. Bundesliga ein dickes Ausrufezeichen gesetzt! Ausgerechnet beim starken Tabellenfünften VfL Waiblingen landete das Team von Trainer Christian Denk mit 35:26 (18:10) seinen höchsten Auswärtssieg in dieser Saison.

„Wir haben Waiblingen in der ersten Halbzeit an die Wand gespielt. Das war eine Wahnsinns-Leistung“, freute sich SG-Coach Christian Denk, dessen Plan aufging. Denn in der spielfreien Zeit hatte er eine 5:1-Deckung mit Leona Svirakova als Spitze, Diana Sabljak in der Mitte und auf den Halben mit Danique Boonkamp sowie Kim Mai einstudiert. Daran biss sich der VfL die Zähne aus.

Und wenn Waiblingen doch mal hoffnungsvoll abschloss, war Frederikke Siggaard auf ihrem Posten. 22 Paraden gelangen der dänischen Nummer eins, die laut Denk ihre stärkste Saisonleistung bot. Damit stellte Siggaard Waiblingens Mandy Hoogenboom klar in den Schatten. Die Niederländerin wurde noch vor der Pause erlöst, weil sie gegen die klugen Abschlüsse von Linksaußen Christin Kühlborn, der erneut umsichtigen Spielmacherin Michelle Urbicht und Torjägerin Sabljak keine Hand an den Ball bekam. Mit jeweils fünf Treffern hatte das trickreiche Trio seinen Löwenanteil daran, dass die SG 09 über 6:1 (9.) und 11:4 (18.) zur Pause (18:10) schon voll auf Siegkurs lag.

Kim Mai stellte viele Sperren und rechtfertigte ihren Einsatz von Beginn an am Kreis. Coach Denk leistete sich nämlich den Luxus, Dionne Visser aus taktischen Gründen erst im zweiten Durchgang zu bringen. Die niederländische Neu-Nationalspielerin fügte sich nahtlos ein. Ebenfalls fünf blitzsaubere Tore gelangen ihr. Das war wichtig, denn einen Rückschlag hatte die SG doch einstecken müssen. Als Chiara-Sophie Baur zu schnell für Mai war, half Kühlborn aus – und kassierte die Rote Karte, weil sie die Waiblingerin am Arm packte (32.).

Auch die erste Rote Karte in dieser Runde brachte Kirchhof aber nicht aus dem Konzept. Ebenso wenig wie die nun offensivere Deckung des VfL. Da trat nun neben Sabljak auch Boonkamp auf den Plan, um ebenfalls noch auf fünf Tore zu kommen und zum 24:14 (39.) endgültig alles klar zu machen. Danach wechselte Denk durch. Andra Lucas bekam auf Rechtsaußen Spielpraxis. Sattes Selbstvertrauen sammelte Alena Breiding. Die Ex-Vellmarerin hämmerte ihre ersten drei Würfe alle in den Winkel. Drei weitere Ausrufezeichen, durch die Kirchhof in der Tabelle wieder nach oben blickt.

Kirchhof: Siggaard (22 Paraden/26 Gegentore), Demianczuk, Küllmer - Lucas, Breiding 3, Boonkamp 5, Nolte, Kühlborn 5, Svirakova 1, Sabljak 10/2, Szary, Urbicht 6, Visser 5, Mai.

SR:Friedel/Herrmann. Z: 287.

Siebenmeter: 4/3:3/3.

Zeitstrafen:10:4-Minuten.

Rot:de Bellis (56., dritte Zeitstrafe), Kühlborn (32.). 

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