Sonntag DHB-Pokal

Alena Breiding und Torfrauen als Lichtblicke der SG 09 Kirchhof

Energisch: Sechs Tore von Alena Breiding hielten Kirchhofs Niederlage in Zwickau in Grenzen. Foto: Richard Kasiewicz

Es läuft nicht: Die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof haben beim 23:28 (7:15) beim BSV Sachsen Zwickau ihre dritte Niederlage in Folge in der 2. Bundesliga kassiert. Dabei blieben die Grün-Weißen erneut vieles schuldig.

„Wir haben noch keinen Spielfluss, uns fehlt die Spielstärke. Wir können unsere Ausfälle momentan nicht auffangen und wir waren leider in der ersten Halbzeit total überfordert“, sagte Christian Denk. Der SG-Coach hatte das Unheil kommen sehen. Vor 570 Zuschauern nahm er bereits nach drei Minuten und 0:2-Rückstand eine erste Auszeit. 

„Die Mädels haben Entscheidungen getroffen, die so nicht besprochen waren“, haderte er. Da wurde der Kreis gesucht, anstatt es in guter Position selbst zu versuchen. Da häuften sich technische Fehler, die mit Tempogegenstößen bestraft wurden. Da wurden Würfe genommen, die keinerlei Aussicht auf Erfolg hatten.

Somit mussten sich die Gastgeberinnen nicht sonderlich quälen, um sich über 6:3 (12.) und 10:7 (21.) auf 17:8 (34.) vorentscheidend absetzen zu können. Lediglich allen drei Torfrauen stellte Denk ein ordentliches Zeugnis über 60 Minuten aus. Zudem stemmte sich Alena Breiding, die vom BSV zur Kirchhof-Spielerin des Tages gewählt wurde, nach der Pause vehement gegen das drohende Debakel. Sechs blitzsaubere Treffer gelangen der Halblinken im zweiten Durchgang. Als es nach der Umstellung mit Kapitänin Diana Sabljak auf der Mitte besser lief.

Immelnkämper trifft und fehlt verletzt

Und es nach dem 25:15 (49.) einen weiteren Lichtblick gab: Vier Treffer in Folge glückten durch Breiding, Sabljak (zwei Siebenmeter) und Lea Immelnkämper. Das 25:19 war das erste Zweitliga-Tor der Linksaußen. Die Freude darüber wurde passend zur Situation der SG 09 indes schwer getrübt. Wenig später bekam die 20-Jährige einen heftigen Schlag ins Gesicht. Mit Verdacht auf Gehirnerschütterung, blauem Auge und geschwollener Lippe musste sie über Nacht ins Krankenhaus und hat nun zwei Wochen Sportverbot.

Somit verpasst Immelnkämper das Spiel der zweiten Runde im DHB-Pokal beim TVE Netphen (So. 17 Uhr). „Die Pause vom Liga-Alltag tut uns gut“, betont Trainer Denk, der ansonsten das gleiche Personal wie in Zwickau zur Verfügung hat. Mit der klaren Zielsetzung, einen Pflichtsieg zu landen. Denn Netphen ist in der 3. Liga West mit drei Niederlagen gestartet und hat dabei nie mehr als 20 Tore geworfen.

Das Team aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein war als Letzter der Abstiegs-Relegation ohnehin nur durch den Rückzug der Trierer Miezen drin geblieben. Allerdings: Ausgerechnet bei Germania Fritzlar hatte Netphen am 28. Oktober 2018 gepunktet und lag beim 21:21 zwischenzeitlich mit 13:5 vorn.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.