2. Liga

Ersatzgeschwächte SG gegen Spitzenreiter nur Außenseiter

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Drei Jahre gemeinsam und nun gegeneinander: Danique Boonkamp, am Samstag mit Union Halle-Neustadt in Melsungen zu Gast, und ihr Ex-Trainer Christian Denk, der mit Kirchhof für eine Überraschung sorgen will. 

Kirchhof - Gegen Spitzenreiter Union Halle-Neustadt steht der heimische Handball-Zweitligist SG 09 Kirchhof vor einer sehr hohen Hürde (Sa. 18 Uhr Stadtsporthalle Melsungen).

Beim Blick auf den Spielplan der 2. Handball-Bundesliga hat sich so mancher Fan der SG 09 Kirchhof den sechsten Spieltag vorgemerkt. Neugierig auf das Wiedersehen mit Danique Boonkamp, die drei Jahre lang bei der SG 09 die Fäden zog, bevor sie zur laufenden Saison beim SV Union Halle-Neustadt anheuerte. Und in der Hoffnung auf ein Spitzenspiel, schließlich wurden beide Teams vor der Saison hoch gehandelt. Vorschusslorbeeren, die (bisher) nur der noch ungeschlagene Bundesliga-Absteiger bestätigen konnte, so dass die SG 09 nach vier Niederlagen in Folge als Außenseiter in die Partie (Sa. 18 Uhr Stadtsporthalle Melsungen) gegen die Ostdeutschen geht.

„Ich muss mir da wohl etwas Besonderes einfallen lassen“, gesteht Trainer Denk. Eine höchst knifflige Aufgabe angesichts des Ausfalls von drei Stammkräften (Sina Ritter, Michelle Urbicht und Karolina Bijan), zu denen sich mit Greta Kavaliauskaite, im rechten Rückraum gesetzt, wegen Oberschenkelproblemen noch eine vierte gesellen könnte, sowie weiteren angeschlagenen bzw. noch nicht voll kurierten Spielerinnen (Anouk van de Wiel, Sandra Szary).

Dazu kommt eine offensive 3:2:1-Deckung des Gegners, die Kirchhof mit dem verbliebenen Personal überhaupt nicht liegen dürfte. Ebenfalls eine Herkulesaufgabe: das überragende Rückraumduo Saskia Lang/Sophie Lütke an die Kette zu legen, das für mehr als die Hälfte der Neustädter Tore (80 von 156) verantwortlich ist.

Rückkehr von Danique Boonkamp

All das weiß auch eine Ex-Kirchhoferin. „Wir sind der Favorit und ich hoffe, dass wir diese Rolle erfüllen können“, erklärt Danique Boonkamp, von 2016 bis 2019 bei der SG, mit der sie 2017 in die 2. Liga aufstieg. Und wo sie als Jugendtrainerin viele Handball begeisterte Kids in ihr Herz geschlossen haben. Kein Wunder also, dass die 22-jährige Rückraumspielerin durchaus mit „gemischten Gefühlen“ anreist.

Sich aber mittlerweile bei ihrem neuen Club pudelwohl fühlt. „Die Chemie stimmt“, sagt sie über die nach dem Bundesliga-Abstieg personell umstrukturierte Mannschaft. Und über ihre neue Trainerin Tanja Logvin, die als Spielerin mit Hypo Niederösterreich zweimal die Champions-League gewann und im zweiten Jahr beim SV Union - ihre dritte Station in Deutschland - auf der Bank sitzt: „Sie legt sehr großen Wert auf technische Details.“

Und auf Tempohandball, für den mit Swantje Heimburg, die einzige Rechtsaußen im Kader, eine weitere ehemalige Kirchhoferin prädestiniert ist. Auch gegen sie wird sich ihr Ex-Trainer etwas einfallen lassen müssen.

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