2. Liga

Kirchhof brennt beim souveränen 44:32-Erfolg in der ersten Hälfte ein Feuerwerk ab

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In der Abwehr eine Bank und beim Umschalten nicht zu halten: Kirchhofs Kim Mai (r.), die hier Triers Spielmacherin Dovile IIciukaite (l.) überläuft.  

Melsungen. In einer furiosen ersten Hälfte legt Handball-Zweitligist SG 09 Kirchhof den Grundstein zum 44:32 (25:15)-Erfolg über Schlusslicht Trier.

Das Halbzeitergebnis wäre locker auch als Endresultat durchgegangen. Mit 25:15 hatte die SG 09 Kirchhof den DJK/MJC Trier in den ersten 30 Minuten an die Wand gespielt, ja das Schlusslicht der 2. Handball-Bundesliga deklassiert, so dass der angestrebte vierte Saisonsieg nur noch Formsache war. Und mit 44:32 sogar recht glimpflich für den Ex-Meister ausfiel.

Das Feuerwerk des Gastgebers hatte einen einfachen Grund. „Wir haben gebrannt“, sagte Kirchhofs Trainer Denk. Genau zündete seine Mannschaft nach vier Minuten. Bis dahin war - auf beiden Seiten - jeder Wurf ein Treffer gewesen (3:3), so dass sich die Frage aufdrängte, wer denn nun zuerst Zugriff in der Deckung bekommen würde. Die Antwort fiel eindeutig aus: allein die SG.

Kim Mai nahm sich Triers Top-Torjägerin Lindsey Houben an, klaute darüber hinaus Regisseurin Dovile Ilciukaite einige Bälle und leitete damit einen Tempogegenstoß nach dem anderen ein. „Ich konnte das Risiko gehen, weil mir dahinter Diana Sabljak die nötige Sicherheit gab“, gab die 22-Jährige das Lob an ihren Mittelblock weiter, der in der Tat die restlichen Bälle des zunehmend zaudernden DJK-Rückraums weg pflückte, so dass Torfrau Frederikke Siggaard kaum eingreifen musste.

Sabljak treffsicher

Nicht eingreifen konnte ihre Kollegin Baranowska, die nebst ihrer Vorderleute von der explosiven ersten und zweiten Welle des Gegners überrannt wurde. „Wir haben viel zu langsam umgeschaltet“, klagte die Trierer Trainerin _Vereschako. Was besonders Kreisläuferin Dione Visser zu nutzen wusste, die nie zu halten war und auch bei den Abprallern ein gutes Näschen hatte. Symptomatisch ihr Treffer zum 21:13 (27.) nachdem Aleksandra Baranowska zuvor zwei Bälle hintereinander pariert hatte.

Zwei von sechs in der ersten Hälfte. Ansonsten fand Diana Sabljak zu ihrer Treffsicherheit zurück. Und profitierte dabei von den sich bietenden Lücken in der Gäste-Deckung, die die agile Lena Svirkova mit ihren Antritten riss. „Alles lief nach Plan“, konnte ein erleichterter Christian Denk in der Pause zurecht konstatieren.

Ein Urteil, das auf die zweite Halbzeit verständlicherweise nicht mehr ganz zutraf. Was nicht an den eingewechselten Alena Breiding und Sandra Szary lag. Vielmehr ließ im Gefühl des sicheren Sieges die Konsequenz in der Deckung und auch die Konzentration im Abschluss etwas nach, ohne dass Trier ein einziges Mal auf mehr als zehn Treffer herankam.

Immerhin: Diana Sabljak verwandelte auch ihren siebten Siebenmeter (zum 42:31). Und der in der Schlussphase eingewechselten Laura Nolte blieb das letzte SG-Tor vorbehalten. Per Tempogegenstoß, der stark an das Kirchhofer Höllentempo in der ersten Halbzeit erinnerte.

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