2. Liga

Kirchhof-Gegner Rödertal reist „ohne Vier“, aber mit ganz viel Rückenwind an

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Frank Mühlner, Trainer des HC Rödertal.

Die SG 09 Kirchhof steht gegen den HC Rödertal (Sa. 18 Uhr) vor einer schweren Aufgabe. Der Tabellensechste kann befreit aufspielen, während der heimische Handball-Zweitligist im Abstiegskampf jeden Punkt braucht.

Auf einmal läuft‘s beim HC Rödertal. Und wie! „Wir sind stabiler geworden“, sagt Andreas Tschiedrich, Präsident des Handball-Zweitligisten, nachdem sich seine Mannschaft auf dem vor der Spielzeit angepeilten sechsten Platz mit zuletzt zwei wichtigen Siegen etabliert hat. Drum reisen die Sachsen durchaus zuversichtlich zum Auswärtsspiel bei der SG 09 Kirchhof (Sa. 18 Uhr Stadtsporthalle Melsungen) an, gegen die sie die letzten fünf Duelle gewinnen konnten.

Der Trainer

Seit drei Jahren - davon das erste als Co-Trainer - sitzt in Rödertal Frank Mühlner auf der Bank - und wird zum Saisonende gehen. „Der Vertrag mit ihm wird nicht verlängert“, bestätigt Tschiedrich, der damit „neue Impulse“ setzen will. Das Spiel der Rödertalbienen soll „schneller und variabler“ werden mit dem Ziel, mittelfristig ans Tor zur 1. Liga zu klopfen. Dort, wo der Klub 2017/2018 ein einjähriges Gastspiel gab.

Der Kader

Fünf Neuzugänge - zwei vom Frankfurter HC und drei vom tschechischen Erstligisten Sokol Pisek - mussten integriert werden, drei davon haben den Sprung in die Stammbesetzung geschafft: Ann-Cathrin Höbbel ist besonders nach dem Ausfall der litauischen Nationalspielerin Brigita Ivanauskaite aufgetaut und mittlerweile zweitgefährlichste Rödertaler Torschützin (95/40), Pavlina Novotna löst sich im Spielaufbau mit Lisa Loehnig ab (Tschiedrich: „Beide sind völlig unterschiedliche Spielmachertypen“) und Saskia Nühse bildet mit Tammy Kreibich das aktuelle Duo im linken Rückraum. Nachwuchstalent Ronja Nühse hat sich zur Nummer zwei im Tor gemausert, was auch der Verletzung vom weiteren Neuzugang Kristina Neubergova geschuldet ist.

Das Saisonziel

Nach der Konsolidierungssaison 2018/19 (9.) sollte es auf jeden Fall eine Verbesserung geben. „Mit dem aktuellen sechsten Platz sind wir im Soll. Den wollen wir nun auch halten“, sagt Tschiedrich.

Die Aufstellung

Mit Brigita Ivanauskaite und Julia Mauksch fallen zwei Stammkräfte sicher aus, der Einsatz von S. Nühse (Aufbautraining) und Novotna (Daumenverletzung) ist eher unwahrscheinlich. Trotzdem erfüllt die Stammsieben hohe Qualitätskriterien. Im Tor ist Ann Rammer die klare Nummer eins. Die linke Seite bilden damit Rebea Pollakovski (Linksaußen) und Tammy Kreibich (Rückraum links), die rechte Ann-Catrin Höbbel (Rückraum rechts) und Meret Ossenkampf (Rechtsaußen). Am Kreis beginnt Thilde Boesen, die mit Kreibich zusammen den Mittelblock der kompakten Rödertaler 6:0-Deckung bildet.

Die Form

Richtig gut. Den 25:24-Coup gegen den Aufstiegskandidaten SV Union Halle-Neustadt bestätigten die Mühlner-Schützlinge am letzten Spieltag mit einem 30:29-Erfolg (das Siegtor erzielte Victoria Hasselbusch in der letzten Sekunde) bei der SG H2Ku Herrenberg.

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