2. Liga

Kirchhof kann durchatmen und muss in Lintfort nachlegen

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Hoffnungsträgerin: Kirchhofs Sina Ritter, die nach ihrem Fingerbruch ein starkes Comeback feierte und nun auch für Zuversicht vor dem Spiel in Lintfort sorgt. 

Die Erleichterung war groß. „Wir können durchatmen“, sagte Christian Denk, Trainer des heimischen Handball-Zweitligisten SG 09 Kirchhof, nach dem dritten Saisonsieg, dem 28:26 gegen Nürtingen. Aber auch: „Wir müssen nachlegen.“

Gelegenheit dazu hat seine Mannschaft beim TuS Lintfort (Sa. 17.30 Uhr), reist allerdings - zumindest tabellarisch - als Außenseiter in den Westen. Denn: Der Aufsteiger von 2018, in der letzten Saison lange Zeit im Abstiegskampf verstrickt, startete in dieser so richtig durch, stieß nach drei Siegen aus den letzten drei Spielen bis auf den siebten Platz vor. „Erstaunlich“ findet das Christian Denk und auch seine Trainerkollegin kann sich das nicht so recht erklären. „Woher dieser Aufschwung kommt, weiß ich nicht, zumal wir mit Annefleur Bruggemann, Tatjana van den Broek und Vanessa Dings drei wichtige Stammspielerinnen verloren haben,“ sagt Bettina Grenz-Klein.

Dafür haben die Neuen wie etwa Kreisläuferin Janna Willing (aus der A-Jugend des BVB) gut eingeschlagen, bewährte Kräfte wie Torfrau Laura Graef oder Spielmacherin Mie Isaksen „einen Sprung nach vorn gemacht“ (Grenz-Klein). Als Neuzugang geht auch Nana Klein durch, nachdem die Tochter der Trainerin fast die gesamte letzte Spielzeit aufgrund eines Kreuzbandrisses ausfiel. Nach Anlaufproblemen machte die Rückraumlinke beim 34:23 in Solingen ein bärenstarkes Spiel (10 Tore).

„Wir sind breiter aufgestellt“, erklärt Lintforts Trainerin und kommt damit dem Geheimnis des Höhenflugs ihrer Schützlinge auf die Spur. Kirchhofs Coach spricht mit großem Respekt von einer „kompletten Mannschaft, die auf jeder Position torfährlich ist“, die allerdings auf Kapitänin Eva Legermann, auf Linksaußen und im Mittelblock gesetzt, verzichten muss.

Bei der SG kehrte Sina Ritter am letzten Spieltag in die Mannschaft zurück - und avancierte gleich mal zur Matchwinnerin. Ein Trumpf, der vielseitig einsetzbar ist. Bei der zu erwartenden temporeichen Auseinandersetzung dürfte die 26-Jährige auf Linksaußen beginnen. Und Mariel Beugels als Spielmacherin zwischen Diana Sabljak (Rückraum links) und Greta Kavaliauskaite (Rückraum rechts). Doch das muss nicht so bleiben. Und macht die SG schwerer ausrechenbar - durchaus ein Vorteil in dem zu erwartenden heißen Duell auf Augenhöhe.

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