2. Liga

Kirchhof knöpft dem Favoriten Sachsen Zwickau beim hart erkämpften 24:24 einen Punkt ab

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Keine fliegt so schön wie Jana Schaffrick (l.): Hier lässt Kirchhofs Kreisläuferin mit (v.l.) Lisa Felsberger, Sophie Rösike und Alisa Pester gleich drei Zwickauerinnen stehen. 

Auf Kirchhofs Abwehr war erneut Verlass. Sogar gegen den Tabellendritten Sachsen Zwickau, der sich beim heimischen Handball-Zweitligisten mit einem 24:24-Remis zufrieden geben musste.

Sie haben es wieder gemacht, die Kirchhofer Handballerinnen. Haben erneut weniger als 25 Gegentore zugelassen. Und sind mit einem Remis belohnt worden, das sich, so SG-Kreisläuferin Schaffrick, „wie ein Sieg anfühlt.“ Knöpfte der heimische Handball-Bundesligist doch dem Tabellendritten BSV Sachsen Zwickau beim 24:24 (14:12) durchaus überraschend einen Punkt ab.

Der verdiente Lohn für eine überragende Abwehrarbeit. „Wir haben gekämpft bis zum Umfallen“, konnte Jana Schaffrick mit Fug und Recht behaupten. Was allein die dramatische Schlussphase dokumentierte. Da traf Alena Breiding beim 24:24 nur den Innenpfosten (57:38), doch die Rückraumspielerin und ihre Nebenleute hielten in den verbleibenden 162 Sekunden den einen Punkt verbissen fest. Ein ziemlich wichtiger. Für die Moral, aber auch angesichts der Tatsache, dass die Konkurrenz im Abstiegskampf nicht schlief.

Bis zum 13:8 (23.) hatte Kirchhof gegen den Favoriten nicht nur kämpferische, sondern sogar spielerische Vorteile. Natürlich tat sich der eigene Positionsangriff gegen die BSV-Mauer schwer. Verzagte aber keineswegs. Spielte seine Offensivaktionen geduldig aus, variierte geschickt das Tempo, schuf so Räume in der Nahwurfzone, in die neben Jana Schaffrick auch Sina Ritter mutig stieß. Und aus der zweiten Reihe traf Diana Sabljak wie sie wollte, während es der aggressiven 6:0-Deckung der SG gelang, den hochkarätigen Rückraum des Gastes „still zu legen“ (Kirchhofs Trainer Weiss). Zuzic‘ Paraden (insgesamt 14) verhalfen dem Außenseiter zudem zu einigen „leichten“ Toren per erster und zweiter Welle.

Zwickaus Rückraum stillgelegt

Ärgerlich nur, dass Weiss‘ Rumpfteam diesen Vorsprung nicht in die Pause retten konnte. Ausgerechnet in Überzahl fehlte der Offensive auf einmal die Tiefe und der Druck von der rechten Seite. Und die eingewechselte Nadja Bolze entpuppte sich als erster offensiver Lichtblick der Sachsen.

Die wuchtige, erstligaerfahrne Kreisläuferin, die ihrer Mannschaft auch nach dem Wechsel aus der Bredouille verhalf. Weil sich die sonst so torgefährlichen Katarina Pavlovic, Petra Nagy und Jenny Choinowski nie frei spielen konnten. Denn: Der Gastgeber hielt sein Niveau in der Abwehr, nicht aber im Angriff.

„Da haben wir nach dem Wechsel kaum noch Lösungen gefunden“, gestand Gernot Weiss. Nach einem 3:0-Lauf und der Zwickauer 17:16-Führung (39.) drohte die Partie gar zu kippen. Doch Kirchhof konterte (sogar in Unterzahl) zum 22:20 (52.), ehe Bolzes Doppelschlag diesen Mini-Vorteil zunichte machte. Trotzdem. Zu 25 und mehr Treffern konnte auch die Thüringerin ihrer Mannschaft nicht verhelfen. Darunter ist Kirchhof, so scheint‘s, nicht zu schlagen.

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