2. Liga

Kirchhof muss die beste Abwehr der 2. Liga knacken

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Variabel einsetzbar: Kirchhofs Leona Svirakova, die zuletzt sowohl als Spitze einer 5:1-Deckung wie auch auf Rechtsaußen überzeugte. Auch gegen Herrenberg?

Kirchhof - Den Rückenwind des glanzvollen Sieges in Waiblingen will Handball-Zweitligist Kirchhof nutzen, um Kurs auf den sechsten Platz zu nehmen. 

Es gibt Siege, die sind mehr Wert als zwei Punkte. Kirchhofs 35:26 war so einer. Zum einen spielte der heimische Handball-Zweitligist in der Höhle des Löwen eine Spitzenmannschaft phasenweise an die Wand, zum andern war‘s das erste Erfolgserlebnis nach drei Niederlagen in Folge. In unruhigen Zeiten angesichts des sich anbahnenden personellen Schnitts nach der Runde. Schließlich stehen bereits sechs Abgänge und sechs Neuzugänge fest.

„Ein Befreiungsschlag“, kann auch Trainer Denk nach „anstrengenden Wochen“ aufatmen. In der Hoffnung, dass der glanzvolle vierte Auswärtssieg noch mal Kräfte freisetzt, um Kurs auf den angepeilten sechsten Tabellenplatz zu nehmen. Schon im kommenden Spiel gegen die SG H2Ku Herrenberg (Sa. 18 Uhr Stadtsporthalle Melsungen), die genauso viele Punkte wie der Gastgeber auf dem Konto hat.

Schließlich gilt es die mit durchschnittlich nur 22 Gegentoren pro Spiel beste Abwehr der Liga zu knacken. Ein 6:0-Bollwerk vor der erfahrenen und reaktionsschnellen Torfrau Monika Linde, dem Defensivarbeit richtig Spaß macht. „Toreverhindern ist unser Markenzeichen und für uns seit Jahren eine Leidenschaft“, bestätigt SG-Geschäftsführer Ingo Janoch.

SG mit taktischen Alternativen

Umso willkommener für Christian Denk die Leistunsexplosion seiner zuvor bisweilen wankelmütigen Mannschaft. In Waiblingen bot Torfrau Frederikke Siggaard ihr bestes Saisonspiel, empfahl sich Leona Svirakova sowohl als Spitze einer 5:1-Deckung wie auch auf Rechtsaußen, klappte das Zusammenspiel im Rückraum zwischen Michelle Urbicht und Diana Sabljak hervorragend.

Mit der aktuellen Torschützenkönigin (201 Tore) und Lea Neubrander treffen laut Christian Denk „die absoluten Top-Spielerinnen der 2. Liga“ aufeinander., Die Herrenberger Halblinke (169) hat zusammen mit Rechtsaußen Gebhard (94) fast die Hälfte alle SG-Tore erzielt. Lisa Gebhard profitiert dabei als Tempogegenstoßspezialistin von den vielen Ballgewinnen ihrer Abwehr.

Die Linkshänderin gilt es durch ein gutes Rückzugsverhalten frühzeitig zu stellen, wobei dem SG-Coach erneut das letzte Spiel als Maßstab dient: „Da haben wir die schnelle Mitte wie auch die erste und zweite Welle des Gegners sehr gut unterbunden.“

Trotzdem. Taktisch könnte es beim Tabellenachten Veränderungen geben. Etwa eine Rückkehr zur eigenen Standarddeckung (6:0) sowie einige spezielle Lösungen gegen Herrenbergs überragende Defensive. Recht leicht zu trainieren, schließlich deckt auch Kirchhof mit zwei überaus offensiven Spielerinnen auf der Halbposition. Kann aber - siehe Waiblingen - auch anders.

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