2. Liga

Kirchhof muss zum zweiten Mal in zwei Wochen gegen Herrenberg ran

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Zur Sache ging‘s schon im Hinspiel: Hier wird Kirchhofs Rechtsaußen Leona Svirakova (l.) unfein von Saskia Putzke (Herrenberg) am Torwurf gehindert. Ähnlich harte Zweikämpfe sind auch im Rückspiel nur zwei Wochen später zu erwarten. 

Kirchhof/Herrenberg - Nach dem 32:25-Hinspielsieg fahren Kirchhofs Zweitligia-Handballerinnen zuversichtlich zur SG H2Ku Herrenberg. 

Wenn zwei Mannschaften innerhalb von zwei Wochen das Hin- und das Rückspiel bestreiten, ist das für die Trainer durchaus eine besondere Herausforderung. Kirchhofs Coach Christian Denk spricht folgerichtig von einer „interessanten Konstellation“, die sein Herrenberger Kollege Maik Leibssle mit einem „Schachspiel“ vergleicht. Der ist mit seiner Mannschaft selbst am Zug, strebt diese doch vor eigenem Publikum (Sa. 18 Uhr) „Wiedergutmachung“ für die 25:32-Schlappe beim heimischen Handball-Zweitligisten an.

„Die sind angefressen und werden brennen“, weiß denn auch der SG-Trainer. Rechnet mit einem Kampfspiel und mit einem Gegner, der sich taktisch neu aufstellen wird. Ging er doch Kirchhof in der Melsunger Stadtsporthalle auf den Leim bzw. das vorgegebene hohe Tempo mit, was ihm zum Verhängnis wurde. War das Spiel bis zur 47. Minute ausgeglichen (23:21), brachen die „Kuties“ danach ein.

„Das muss ich auch auf meine Kappe nehmen“, gesteht Herrenbergs Trainer und will diesmal früher und drosselnd eingreifen, wovon sich die Gäste, so Denks Vorgabe, keineswegs beeindrucken lassen sollen: „Wir müssen über 60 Minuten die Geschwindigkeit hochhalten.“ Aber auch er sieht nach eingehender Video-Analyse noch Verbesserungsbedarf.

Trainer Denk sieht noch Verbesserungsbedarf

So sollen sich seien Torfrauen per Wurfbilderstudium besser auf die Außen Aylin Bok und Lisa Gebhard einstellen, die ihre Mannschaft lange im Spiel hielten. Weiterhin gilt es, die Räume der gegnerischen 6:0-Deckung mit höchst offensiven Halben noch besser zu nutzen, also die Außen mehr einzubeziehen. Gerade Linkshändern Leona Svirakova hat in den letzten Spielen bewiesen, dass sie eine dankbare Abnehmerin ist.

Zwei Kreisläuferinnen - neben Dionne Visser Kim Mai - könnten darüber hinaus ein (im Hinspiel nicht benötigtes) Mittel sein, um den überragenden Mittelblock mit Routinier Katrin Schröder und Jurate Zilinskaite auseinander zu ziehen. Die Litauerin, deren Einsatz für die Nationalmannschaft zur Absage des ursprünglichen Termins geführt hatte.

Über die eigene Abwehrformation hält sich Christian Denk indes bedeckt. Wieder 5:1, was vor eigenem Publikum hervorragend klappte, worauf sich der Gegner aber diesmal besser einstellen könnte? Oder die Rückkehr zur 6:0-Basisdeckung, die insbesondere die überragende Torschützin Lea Neubrander (bisher 186 Treffer) im Blick haben müsste?

Antworten in Form von ausgefeilten Erwartungserwartungen, die den Verantwortlichen schon fast hellseherische Fähigkeiten abverlangen. Und die im Spiel jederzeit modifiziert werden können. Je nach dem, wer gerade am Zug ist.

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