2. Liga

Kirchhof spielt sich nach dem Wechsel frei und landet 27:22-Coup in Wuppertal

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Nicht zu halten: SG-Kreisläuferin Jana Schaffrick.

Neue Besen kehren gut. Eine Wahrheit, die häufig keine ist und eher abgegriffen rüber kommt. Im Fall der SG 09 Kirchhof aber voll zutrifft. Denn unter Denk-Nachfolger Gernot Weiss feierte der heimische Handball-Zweitligist im dritten Spiel beim 27:22 (13:12) in Wuppertal den dritten Sieg.

Zudem ein höchst wertvoller, stießen die Nordhessinnen doch den TVB nach dessen sechster Niederlage in Folge in ein Tal der Tränen, das sie selbst verlassen haben. „Wir haben nach dem Wechsel freier aufgespielt“, begründete Trainer Weiss diesen Coup, der in der Tat in der ersten Hälfte noch nicht absehbar war. Da hatten die Gastgeberinnen noch mit 7:5 geführt (12.), da hatte Diana Sabljak ihren ersten und einzigen Siebenmeter verworfen. Um sich den nächsten wieder zu nehmen und auf 7:6 zu verkürzen (13.).

Keine Frage, die SG-Kapitänin ging voran. Im Angriff, aber auch in der Abwehr, wo sie zusammen mit Greta Kavaliauskaite bzw. Alena Breiding im Mittelblock den Wuppertaler Rückraum um die sonst so starke Ramona Ruthenbeck (6/3) immer besser in den Griff bekam.

So wurde der Positionsangriff der Gastgeberinnen nach außen verlagert, von wo Hannah Kamp und Michelle Stefes zwar insgesamt sechs Mal trafen, aber mindestens genauso häufig an der erneut starken Torfrau Nela Zuzic scheiterten. Als dann in der zweiten Hälfte auch Iva van der Linden entschlossener die Zweikämpfe annahm, gewann die Kirchhofer 6:0-Deckung immer mehr an Stabilität.

Vorsprung routiniert über die Zeit gebracht

Die Folge: Sabljak, van der Linden und Kavaliauskaite sorgten mit einem 3:0-Lauf für den erste Vier-Tore-Vorsprung der SG (18:14 nach 39 Minuten), den sich diese nicht mehr nehmen ließ. Weil Torjägerin Sabljak im Positionsangriff hervorragend von Sina Ritter und Jana Schaffrick unterstützt wurde. Die Kreisläuferin arbeitete aufopferungsvoll für ihren Rückraum - und war selbst äußerst torgefährlich und treffsicher.

Und weil in den letzten zehn Minuten auch noch die eingewechselte Paula Küllmer mit einigen Paraden zu glänzen wusste. Die letzten Zweifel am Auswärtssieg beseitigten Ritter und van der Linden mit ihren Toren zum 27:22 (58.). „Das haben wir routiniert gemacht“, freute sich der SG-Coach.

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