2. Liga

Kirchhof: Vertrag mit Anouk van de Wiel aufgelöst

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Im Abstiegskampf der SG 09 keine Option mehr: Rückraumspielerin Anouk van de Wiel. 

Die SG 09 Kirchhof hat sich von ihrer Rückraumspielerin Anouk van de Wiel getrennt. Der Vertrag wurde, so eine Pressemitteilung des heimischen Handball-Zweitligisten, „in beiderseitigem Einvernehmen“ vorzeitig aufgelöst. Die Linkshänderin war erst vor der laufenden Saison zur SG 09 gestoßen.

Die SG 09 Kirchhof hat sich von ihrer Rückraumspielerin Anouk van de Wiel getrennt. Der Vertrag wurde, so eine Pressemitteilung des heimischen Handball-Zweitligisten, „in beiderseitigem Einvernehmen“ vorzeitig aufgelöst. Die Linkshänderin war erst vor der laufenden Saison zur SG 09 gestoßen.

„Es ist unsere Pflicht, dem Trainer Spielerinnen zur Verfügung zu stellen, auf die er zu 100 Prozent bauen kann“, erläutert Managerin Renate Denk die Entscheidung, die ihr aufgrund der aktuell angespannten Situation im Abstiegskampf nach eigenen Angaben „nicht leicht gefallen war.“ Hintergrund sind einerseits berufliche Gründer der 27-jährigen Linkshänderin, die die Saison bei der SG 09 gerne zu Ende gespielt, aber aufgrund einer Vollzeitstelle als Global Produktmanagerin bei B. Braun sportlich hätte kürzer treten müssen. Genau das (konkret: eine Reduzierung ihres Trainingsumfangs) wollte der Verein nicht akzeptieren.

Weiterhin überwog wohl (auf beiden Seiten) die Unzufriedenheit mit der sportlichen Lage. „Ich habe offensichtlich die Erwartungen nicht erfüllt. In der Abwehr konnte ich der Mannschaft weiterhelfen, im Angriff noch nicht“, stellt Anouk van de Wiel selbstkritisch fest.

Plötzliches Karriereende

Eine Entwicklung, die indes abzusehen war. Schließlich hatte die ehemalige Erstliga-Spielerin im August 2018 (bei Molde) ihr letztes Spiel bestritten, war nach einer verschleppten Verletzung und ihrer vierten Knieoperation erst im März 2019 ins Aufbautraining eingestiegen und konnte auch die Saisonvorbereitung mit der Mannschaft nicht voll mitmachen.

Damit bahnt sich das traurige Ende einer trotz allem erfolgreichen Karriere an, die seit 2009 von einer langen Krankengeschichte (u. a. zwei Kreuzbandrisse) geprägt war. 2009 hatte die damals 17-Jährige ihren Heimatverein Loreal Venlo verlassen, um die große Handballwelt zu erobern. Nach zwei Stationen in Hollands 1. Liga wechselte sie 2012 zum Zweitligisten Borussia Dortmund und belegte in der Saison 2013/14 mit 150 Treffern den zehnten Platz in der Torschützenliste. Im Handball-Oberhaus spielte die Aufbauspielerin für FA Göppingen (2014/15), Thüringer HC (2015 bis 2017), wo sie auch in der Champions-League zum Einsatz kam, und Bayer Leverkusen (2017/2018).

Kirchhof war ihre achte Station. Ihre letzte? „Ich werde mich jetzt erst mal ganz auf meinen neuen Job konzentrieren“, sagt Anouk van de Wiel. Nicht ganz ohne sportliche Ambitionen. Am nächsten Kassel-Marathon will sie teilnehmen. In der Staffel.

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