2. Liga

Kirchhofer Aufholjagd in Lintfort blieb unvollendet

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Sorgte in der Schlussphase für neue Hoffnung: Spielmacherin Mariel Beugels, die sieben Treffer erzielte. 

Es war eine pausenlose Aufholjagd der SG 09 Kirchhof. Und eine unvollendete. Die Folge: Der heimische Handball-Zweitligist musste sich mit 29:32 (12:15) beim TuS Lintfort beugen und steckt nun wieder mitten im Abstiegskampf.

„Da war deutlich mehr drin“, konnte SG-Trainer Denk seine Enttäuschung nicht verbergen. Darüber, dass seine Mannschaft in den entscheidenden Momenten immer wieder zu viele Fehler produzierte, um die durchaus mögliche Wende zu schaffen und das beharrliche Hinterherlaufen zumindest mit dem Ausgleich zu krönen. Das begann nach 17 Minuten. Da hatten die Gastgeber aus einem 5:6-Rückstand (15.) eine 9:6-Führung gemacht, die mit zwei Toren auf das Konto der eingewechselten Naina Klein ging. Die war danach genauso wenig zu fassen wie ihre zweikampfstarke Rückraumkollegin Loes Vandewal.

Christian Denk reagierte, verordnete beiden eine enge Deckung und beorderte die vielseitige Ritter von Linksaußen in den Rückraum, wo zuvor weder Greta Kavaliauskaite noch die sonst so zuverlässige Diana Sabljak die erhofften Akzente setzen konnten. Damit brachte er die eigene Offensive zunächst wieder auf Kurs. Sina Ritter und die emsige Jana Schaffrick mit ihrem bereits fünften Treffer verkürzten auf 14:12 (28.), doch nach einer Zutic-Parade verloren die Gäste im Tempogenstoß den Ball, was Jana Willing mit dem Tor zum 15:12-Halbzeitstand prompt bestrafte.

Auch nach dem Wechsel gab Lintfort zunächst den Ton an. Trotz Nela Zutic, die ihre Mannschaft im Spiel hielt. Und weil die eigene Abwehr die zuletzt gezeigte Kompaktheit besonders im Zentrum vermissen ließ. Wieder versuchte es der SG-Coach mit einer offensiven Deckung. Und mit Anouk van de Wiel im rechten Rückraum, die auf 18:16 verkürzte (38.). Als Kreisläuferin Schaffrick, Sina Ritter und Diana Sabljak ihre Mannschaft auf 22:21 heranbrachten (48.), schienen die Westdeutschen endgültig zu wackeln.

Doch sie fielen selbst in Unterzahl nicht. „Wir haben in dieser Phase einfach zu überhastet den Abschluss gesucht“, ärgerte sich Kirchhofs Trainer über „dumme Fehler“ die Naina Klein und Mie Norup Isaksen sogar mit einer Spielerin weniger auf dem Feld zum 24:21 verhalfen (49.). Als die eingewechselte Sabrina Romeike einen Sabljak-Strafwurf entschärfte und Lisan van Hulten auf 25:21 erhöhte (52.), schien sich die Vorentscheidung anzubahnen.

Doch die SG, immerhin kämpferisch tadellos, ließ sich nicht abschütteln. Das Signal zum finale Widerstand gab Mariel Beugels mit einer schnellen Mitte zum 26:23 (53.). Als ihr fulminanter Unterarmwurf zum 30:29 einschlug (59:15), war auf einmal zumindest noch ein Remis drin. Doch die eingewechselte Katrin Kaiser zeigte 22 Sekunden vor Schluss keine Nerven, als sie Frederikke Siggaard über außen überwand. Ihr einziges Tor, was indes die Entscheidung brachte. 

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