2. Liga

Kirchhofs Trainer Denk warnt vor Schlusslicht Trier

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Blieb zuletzt unter ihren Möglichkeiten: Kirchhofs Rechtsaußen Karolina Bijan, die gegen Trier wieder durchstarten will.  

Kirchhof. Das Schlusslicht kommt. Zum Tabellenachten. Eine klare Sache also, oder? Für Christian Denk nicht. „Die können uns durchaus gefährlich werden“, sagt der Trainer der SG 09 Kirchhof über die DJK/MJC Trier, die am Samstag (18 Uhr) beim heimischen Handball-Zweitligisten gastiert.

Zur individuellen Klasse des Ex-Meisters, der wieder auf seine litauische Nationalspielerin Dovile Ilciukaite zurück greifen kann, gesellen sich eigene Baustellen, die in besonderem Maße die 26:29-Heimniederlage gegen den VfL Waiblingen offenbarte. Also wurden die freien Trainingstage gestrichen und die Spielpause (durch die Verlegung des Spiels gegen Herrenberg) genutzt, um insbesondere an der eigenen Abwehr zu arbeiten. „Wir haben zuletzt viel zu wenig Zweikämpfe gewonnen“, beschreibt der SG-Coach ein Manko, das im Widerspruch zum sonst so druckvollen Deckungsverhalten seiner Mannschaft steht: „Da müssen wir gegen Trier wieder hin.“ Um beispielsweise das wurfgewaltige Rückraumduo Szabo/Houben an die Kette zu legen.

„Neue“ noch ohne Impulse

Ein weiteres Problem: Die Mannschaft, die in der letzten Rückrunde fast in jedem Spiel glänzte, hat in der zweiten Saison nach dem Wiederaufstieg zumindest taktisch ihren Schrecken verloren. Die Gegner wissen sich besser auf sie einzustellen, etwa auf die offensiven „Halben“ der Kirchhofer 6:0-Formation, die Waiblingen mit „einfachen“ Übergängen knackte. Umso mehr kommt es laut Denk auf „individuelle Klasse und Selbstbewusstsein“ an.

Und wohl auch auf die erhofften Impulse der Neuzugänge, die bisher ausblieben. Hoffnung macht die positive Entwicklung von Alena Breiding, die von Iva van der Linden wurde durch einen Kreuzbandriss der Holländerin abrupt gestoppt. Dagegen hinken die Königstransfers, die Ex-Erstligaspielerinnen Michelle Urbicht und - noch mehr - Sandra Szary, den Erwartungen hinterher. Die Linkshänderin sollte eigentlich für die dringend nötige Torgefahr aus der zweiten Reihe sorgen, kommt aber bisher nur sporadisch zum Zuge. Ihr Durchbruch steht nach langer Verletzungspause noch aus, so dass der Kirchhofer Trainer gegen Trier wohl wieder mit drei Rechtshänderinn (Sabljak, Boonkamp, Urbicht) oder mit der wendigen Leona Svirakova im Rückraum agieren wird.

Dass Laura Nolte trotz wenig Training wieder im Kader (und im Einsatz) ist, spricht nicht gegen Karolina Bijan, sondern ist den fehlenden Alternativen über außen geschuldet. Obwohl auch die Polin zuletzt enttäuschte, vorne zauderte und hinten wackelte. Doch die Formkrise der Rechtsaußen ist, so Denks Erwartung, wohl schnell zu beheben: „Sie kommt bestimmt bald zurück.“ Am besten schon gegen den Tabellenletzten. Weil die Tabelle zwar nicht lügt, aber auch nicht die volle Wahrheit über die Schützlinge von Elena Vereschako sagt.

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