Boonkamp nach Halle-Neustadt

SG 09 Kirchhof mit Wut im Bauch gegen TV Beyeröhde-Wuppertal

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Wegweisend: Kirchhofs Rückraumspielerin Danique Boonkamp und Trainer Christian Denk sind mit der SG 09 gegen den TV Beyeröhde-Wuppertal nach zwei Heimniederlagen in Serie in der Pflicht. 

Kirchhofs Trainer Christian Denk ist sauer: Mit „Wut im Bauch“ geht er mit seiner SG 09 extra motiviert an den Vergleich in der 2. Handball-Bundesliga gegen den Tabellendritten TV Beyeröhde-Wuppertal (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen).

Das hat mehrere Gründe. Etwa, weil er und sein Team einem möglichen Punktgewinn beim jüngsten 24:25 in Zwickau hinterher trauerten. Ein von Diana Sabljak kurz vor Schluss verwandelter Siebenmeter, der keine Anerkennung fand, erzürnte die Gemüter der Grün-Weißen. Mit etwas Abstand betont der Coach allerdings, „dass wir zwar Pech hatten, die Schiedsrichter aber ansonsten sehr gut waren“.

Also fasst sich Kirchhof nach zuletzt vier Niederlagen aus fünf Partien an die eigene Nase. Dessen bewusst, dass die Leistungskurve zwar wieder nach oben zeigt, aber noch nicht da ist, wo sie schon einmal war. Das liegt auch daran, dass die Mannschaft ordentlich daran zu knabbern hatte, dass mit Kapitänin Christin Kühlborn, Vize-Kapitänin Danique Boonkamp und Kreisläuferin Dionne Visser drei Leistungsträgerinnen frühzeitig ihre Abgänge im Sommer verkündeten und der Verein nun fleißig dabei ist, ein neues Team zusammenzustellen. „Wir haben uns selbst extra Druck gemacht, weil wir uns ja anständig verabschieden wollen“, betont Visser, die frisch gebackene niederländische Nationalspielerin.

Boonkamp freundet sich mit neuer Rolle an

Landsfrau Boonkamp bestätigt derlei Gedanken: „Man kann das nicht ausblenden. Deswegen ist es gut, dass ich für mich endlich Sicherheit habe.“ Denn jetzt steht fest, dass die 22-Jährige zum SV Union Halle-Neustadt wechselt. Zum Erstliga-Schlusslicht um die Ex-Kirchhoferin Swantje Heimburg also, das am 25/26. Mai im Final-Four um den DHB-Pokal kämpft.

Mit ihren Löwinnen will sie noch einige Siege feiern und in der Tabelle vom neunten Platz nach oben klettern. Dazu hat sie sich mit ihrer neuen Rolle angefreundet. Denn auf der Mitte schwingt nun die erfahrenere Michelle Urbicht elegant das Zepter, Boonkamp dürfte erneut auf Halbrechts beginnen. „Das ist kein Problem, weil wir viel mit Kreuzungen arbeiten und wechseln“, betont die Rechtshänderin, die weiter erste Wahl im Mittelblock mit Sabljak ist. Und beherzt zupacken muss, damit sich bei Christian Denk keine neue Wut aufstaut – und es nach zwei Heimniederlagen in Folge wieder Punkte gibt.

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