2. Liga

Sina Ritter macht den Unterschied beim 28:25-Erfolg gegen Freiburg

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Nicht zu halten: Sina Ritter avancierte nach dem Wechsel zu Kirchhofs Matchwinnerin. 

Melsungen - Linksaußen Sina Ritter kann`s auch exzellent aus dem Rückraum. Das bewies die Kirchhoferin beim schwer erkämpften Sieg des heimischen Handball-Zweitligisten gegen Aufsteiger Freiburg.

Nein, über Sina Ritter gab‘s keine zwei Meinungen. „Überragend“ fand die Kirchhoferin Ralf Wiggenhauser, Trainer der HSG Freiburg. Für seinen Kollegen Christian Denk hatte die 26-Jährige den Unterschied ausgemacht, wurde damit zur Matchwinnerin beim schwer erkämpften 28:25-Sieg des heimischen Handball-Zweitligisten erkoren.

Damit der Neuzugang aus Bad Wildungen in diese Rolle schlüpfen konnte, bedurfte es einer Auszeit. Und einer Umstellung, die der SG-Coach in der 41. Minute vornahm. Er beorderte die Linksaußen in den linken Rückraum. Ihre Mission: „Durchbrechen“, nachdem der Positionsangriff des Gastgebers nicht so recht auf Touren zu kommen schien. Und die Partie beim 18:18 auf des Messers Schneide stand. Also brach sie

durch, unwiderstehlich, „war einfach nicht zu halten“ (Wiggenhauser), brachte ihre Mannschaft mit insgesamt elf Toren auf die Siegerstraße.

„Es muss halt jeder mal ran“, versuchte die Lehrerin ihre Lehrstunde in Sachen Durchschlagskraft herunter zu spielen. Und lobte stattdessen den Kampf- und Teamgeist der gesamten, neu formierten Mannschaft: „Wir sind schon richtig gut zusammen gewachsen.“

Entscheidender Schachzug

Doch zum Auftakt taten sich die meisten ihrer Mannschaftskameraden im Abschluss schwer. „Sina hatte als einzige den richtigen Zug zum Tor“, stellte ihr Trainer fest. Und begründete damit seine etwas überraschend anmutende Maßnahme. Denn: Was hat ein Flügelflitzer eigentlich im Rückraum zu suchen?

Sina Ritter sehr viel. Zum einen ist der Linksaußen die Halbposition in der Aufbaureihe nicht fremd („Das habe ich oft in der Jugend gespielt“), zum andern kommt ihre Durchschlagskraft, Dynamik und Schnelligkeit auf jeder Position zum Tragen. Das hatte die frühere Junioren-Nationalspielerin sogar schon eine Klasse höher (bei der HSG Bad Wildungen) unter Beweis gestellt.

Trotzdem war ihr neuer Coach mit seinem letztlich Spiel entscheidenden Schachzug nicht hundertprozentig zufrieden. Wollte er sich den doch für später, für mögliche Spitzenspiele aufbewahren. Nun musste es gegen den frechen Neuling schon sein. Und die Konkurrenz ist gewarnt. Doch das muss Sina Ritter ja nicht davon abhalten, erneut aus der zweiten Rehe durchzubrechen.

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