2. Bundesliga:

Trier setzt auf Trainerin Vereschako im Spiel bei der SG 09 Kirchhof

+
Holländerinnen unter sich: Im jüngsten Vergleich am 7. April 2018 ließ Kirchhofs Dionne Visser (am Ball) Triers Lindsey Houben stehen.

Trier. Hoher Besuch in der Melsunger Stadtsporthalle: Dort gibt sich am Samstag um 18 Uhr bei der SG 09 Kirchhof der Deutsche Meister von 2003 die Ehre.

Der DJK/MJC Trier nämlich, deren Glanz von einst allerdings verblasst ist. Das ehemalige Aushängeschild des deutschen Damenhandballs, 2015 aus dem Oberhaus abgestiegen, reist nämlich als Schlusslicht der 2. Bundesliga an.

DIE TRAINERIN

Spät und nach wochenlanger Suche wurden die Trierer fündig, dann aber durchaus spektakulär: Mit Elena Vereschako trat eine Trainerin die Nachfolger von Interimslösung Ralf Martin an, die 2003 (als Spielerin) zur Meistermannschaft zählte. Ein Jahr später musste die gebürtige Weißrussin verletzungsbedingt ihre Laufbahn beenden und wechselte prompt auf die Bank. Mit HB Museldall feierte sie 2017 das Double (Pokalsieg und Meisterschaft) in Luxemburg. Mit der 46-Jährigen wollen die Miezen laut Vorstandsvorsitzenden Brech „zurück zu den Wurzeln“. Gemeint ist neben der „Weiterentwicklung der Bundesliga-Mannschaft“ auch die „Förderung von Talenten des Vereins und der gesamten Region“. Velena Vereschako spricht von einem „Aufbauprogramm“, für das sie Geduld einfordert.

DER KADER

Die sie wohl auch selbst aufbringen muss angesichts eines feinen, aber kleinen Kaders, mit dem sie mit einmonatiger Verspätung in die Vorbereitung ging. Drei namhaften Abgängen (Tina Welter, Jolin Müller, Aaricia Smits), „die wir gerne gehalten hätten“ (Jürgen Brech), standen zwei Zugängen, Torfrau Baranowska und Spielmacherin Ilciukaite, gegenüber, so dass der Trainerin nur zwei Torhüterin plus zehn Feldspielerinnen zur Verfügung stehen.

DAS SAISONZIEL

Ergab sich angesichts des Zitterklassenerhalts in der letzten Saison von selbst. „Mit dem Abstieg möglichst früh nichts zu tun haben“, ist der Wunsch von Jürgen Brech, seit 20 Jahren an der Spitze des Traditionsvereins.

DIE AUFSTELLUNG

Im Tor ist Melanie Eckelt die Nummer eins. Die Flügelzange bilden die lange verletzte Dora Varga (links) und Rechtshänderin Hannah Sattler (rechts), am Kreis wirbelt die 40-jährige Andrea Czanik, die auch mit Lindsey Houben den Mittelblock der 6:0-Deckung bildet. Die erfahrene Holländerin (bisher 54 Tore) ist im linken Rückraum gesetzt, im rechten soll Gabriella Szabo für leichte Tore sorgen. In Szene gesetzt von der litauischen Nationalspielerin Dovile Ilciukaite.

DIE FORM

Ohne Ilciukaite, die auf Ländespielreise war, verloren die Miezen zuletzt mit 19:24 in Rödertal, waren aber wie so oft (17:16 nach 45 Minuten) lange Zeit gleichwertig. Deshalb gibt die Ausbeute von drei Punkten aus neun Spielen (bei nur einem Sieg gegen Bremen) auch keineswegs die wahre Spielstärke des Teams wieder. „Wir müssen in der entscheidenden Phase einfach die Nerven behalten, dann haben wir auch bei der SG 09 eine Chance“, sagt Jürgen Brech.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.