Spiel bei TSV Nord Harrislee

Gelingt SG 09 Kirchhof verspätete Revanche?

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Christian Denk

Es gibt Spiele, die haben sich in die Erinnerung von Spielern und Trainern eingebrannt. Und wenn es dann ein Wiedersehen mit dem Gegner von einst gibt, wird diese auch schon mal verdrängt.

„Darüber möchte ich lieber nicht sprechen“, sagt Christian Denk, Trainer des heimischen Handball-Zweitligisten vor dem Trip zum TSV Nord Harrislee (Sa. 17 Uhr).

Der SG-Coach hat gute Gründe dafür. Zum einen schmerzt ihn die 30:35-Niederlage am letzten Spieltag der Saison 2013/2014 immer noch („Das war ein schwarzer Tag für uns“), besiegelte sie doch den Abstieg der mit hohen Erwartungen in die Serie gegangenen Kirchhoferinnen, den er damals als Co-Trainer mit zu verantworten hatte. Zum andern ist seitdem viel passiert. Seine Mannschaft ist längst im Unterhaus zurück. Und die Nordlichter, die als Tabellenachter aus finanziellen Gründen 2014 zurückgezogen hatten, ebenso. Nach drei Jahren 3. Liga, weil der totale Neuaufbau unter Herluf Linde als Nachfolger von Thomas Blaszyk Früchte trug.

„Ein typischer Aufsteiger“, sagt Christian Denk über den Neuling, der durchaus Parallelen mit seiner Mannschaft im ersten Jahr nach dem Aufstieg aufweist. Denn er lebt von seinem Kampfgeist, seiner Leidenschaft und Kompaktheit - und musste in den ersten Spielen erst mal Lehrgeld zahlen, wovon auch die SG (in der letzten Spielzeit) ein Lied singen kann.

Drei Siege in Serie

Hat aber ziemlich schnell dazu gelernt. Nach 2:14-Punkten folgten zuletzt drei Siege hintereinander (u.a. 33:20 gegen Sachsen Zwickau und 27:23 beim HC Rödertal). „Diese Entwicklung hat mich selbst überrascht“, bekennt der TSV-Trainer, „denn eigentlich sind wir mit dieser jungen Mannschaft in jedem Spiel Außenseiter.“ Für die sei jeder Auftritt in der Zweitklassigkeit, so der 61-Jährige, „ein Genuss“, wobei die zweikampfstarke Merle Carstensen, meist klug von Regisseurin Fenja Jensen eingesetzt, bisher sogar mehr Feldtore (66) als die Top-Torjägerin der 2. Liga, Diana Sabljak (104/39), erzielt hat.

Die 26-jährige Rückraumlinke war als einzige Harrisleer Spielerin auch am 17. Mai 2014 dabei. Auf Kirchhofer Seite neben Christian Denk Laura Nolte, Christin Kühlborn und Kim Mai. Die Abwehrspezialistin, die sich durchaus auf die lange Reise zum Nordlicht nur fünf Kilometer von der dänischen Grenze entfernt freut. „Dann muss sie sich aber auch lohnen“, sagt die Kreisläuferin. Und hat dabei eine, wenn auch verspätete, Revanche im Sinn.

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