Kellerduell in Melsungen

Kirchhof-Gegner: Talente reifen bei Werder Bremen erstklassig

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Sehen sich im Kellerduell wieder: Bremens Torfrau Marie Andresen und Kirchhofs Kapitänin Diana Sabljak

Auch Sicht von Kirchhofs Trainer Christian Denk ist es „das Spiel des Jahres.“ Der Vergleich mit dem SV Werder Bremen, der als Dauergast des Heinrich-Horn-Gedächtnisturniers zu jeder Vorbereitung der SG 09 dazugehört. Jetzt messen sich beide nach 2:12-Punkten heute im Kellerduell der 2. Handball-Bundesliga (18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen).

Der Trainer

Dominic Buttig ist gebürtiger Hannoveraner und seit 2017 in Bremen tätig. Mittlerweile als A-Lizenz-Inhaber lebt der 32-Jährige seinen Traum. Bei Werder war er zunächst unter Florian Marotzke sowie Maximilian Busch Co-Trainer, ehe er vor einem Jahr zunächst auf Probe zum Chefcoach aufstieg – und blieb. Als sein Mentor gilt der Sportliche Leiter Patrice Giron, der Trainer war und die Grün-Weißen 2015 zum Zweitliga-Aufstieg führte. Buttig trainiert neben den Zweitliga-Frauen auch die A-Jugend, die in dieser Saison erstmals erstklassig reift.

Der Kader

Ein Dutzend Abgänge, acht Neuzugänge: Werder Bremen hat nicht mehr viel mit dem Kader der Vorsaison zu tun, aus dem sich etwa Kreisläuferin Jana Schaffrick in Richtung Kirchhof verabschiedete. Mit dem Rückraum-Kräften Denise Engelke (TV Oyten) und Stefanie Grüter (TSG Eddersheim), Kreisläuferin Alina Defayay (TV Hannover-Badenstedt) sowie Rechtsaußen Maren Gajewski (SV Henstedt-Ulzburg) kamen vier Hoffnungsträgerinnen aus der 3. Liga. Spannend sind die eigenen Talente. Naomi Conze und Nina Engel reisen nach dem Kellerduell zum Lehrgang der deutschen U 18-Auswahl.

Das Saisonziel

Mit Blick auf den großen Umbruch war vor der Runde klar, dass Bremen mit Mannschaften wie TuS Lintfort, TG Nürtingen sowie den Aufsteigern HSG Freiburg und HSV Solingen-Gräfrath vor allem um den Klassenerhalt kämpft. Zudem genießt Priorität, Top-Talente wie Conze, die bereits 21/4-Treffer gelandet hat, Abwehrspezialistin Engel, Linksaußen Jordis Mehrtens, den flexiblen Pia Döpke, Sarah Seidel und Malin Fenja Pods auf Zweitliga-Niveau zu bringen. Diese sechs Spielerinnen sind allesamt 19 oder jünger – und gehören zu den zwölf Torschützen im Aufgebot.

Die Aufstellung

Im Tor bilden Marie Andresen und Meike Anschütz ein erfahrenes Duo, wobei Andresen als erste Wahl gilt. Linksaußen schickt sich Mehrtens an, den Abgang von Siebenmeter-Spezialistin Alina Otto (nun in Bad Wildungen) zu kompensieren. Ihr Pendant ist Neuzugang Gajewski, sodass hier beide Vereine (falls Sina Ritter nach einem Handbruch – wie zu erwarten – noch nicht fit sein sollte) auf unerfahrene Kräfte bauen (müssen). Ordentlich Betrieb macht Naomi Conze auf Halblinks. Döpke, die ein starkes Eins-gegen-Eins hat, Engelke, die die interne Torjägerliste (35/11) anführt, und die kaum minder treffsichere Heinrich wirbeln ebenso im Rückraum. Kreisläuferin Defayay ist die nächste Neue in der Startsieben. Und bildet zudem mit Abwehrchefin Lena Thomas den Mittelblock. Verletzt fehlen Rabea Neßlage (Knie), Laura Sposato (Meniskus) und Malin Fenja Pods (Meniskusriss).

Die Form

Punktgleich mit Kirchhof ist Bremen Vorletzter. Und ebenso im DHB-Pokal ausgeschieden – mit 23:38 in der 2. Runde gegen Dortmund. Davor setzte es eine bittere 20:23-Schlappe gegen Lintfort. Danach unterlag Bremen in Berlin (24:27), in Leipzig (24:33) und gegen Herrenberg (29:31). Dabei führte Bremen mit 18:14 und war bis zum Schluss dran, den Tabellensiebten zu ärgern.   

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