Oberliga-Derby

SG 09 Kirchhof II nach souveränem 37:29 gegen Eintracht Böddiger weiter top

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Keine Angst vor einem großen Block: die Kirchhoferin Deborah Spatz (l.) nimmt Maß und erzielt an der Böddigerin Anne Kühlborn (r.) vorbei einen ihrer elf Treffer. 

Das Nordhessen-Derby war eine klare Angelegenheit. Mit 37:29 (18:13) besiegte die SG 09 Kirchhof II den TSV Eintracht Böddiger und festigte damit die Tabellenführung in der Handball-Oberliga. Die Edertalerinnen hingegen rutschten auf den letzten Tabellenplatz ab.

„Wir haben das Spiel dominiert und gezeigt, dass wir zu recht oben in der Tabelle stehen“, freute sich SG-Coach Martin Denk. Dessen Team erwischte den besseren Start, strahlte von allen Positionen Torgefahr aus und war auch in der Abwehr im Verbund mit Paula Küllmer im Tor kaum zu überwinden. Folgerichtig führte das Juniorteam schnell mit 5:1 (7.) und erarbeitete sich beim 13:7 (22.) durch die erst 16-jährige Marie Sauerwald einen komfortablen Vorsprung.

Dabei konnten die Gastgeberinnen auch auf Jana Schaffrick aus dem Zweitliga-Team zurückgreifen. Gerade in der ersten Halbzeit hielt die Kreisläuferin TSV-Torjägerin Vilte Duknauskaite gut in Schach. Die Folge: Zur Pause hieß es 18:13 für die SG. „Wir haben überhaupt nicht in die Partie gefunden, haben uns im Angriff zu wenig bewegt, in der Abwehr keinen Zugriff gehabt und jeden Zweikampf verloren“, sagte TSV-Trainerin Lena Hildebrandt.

Doch direkt nach Wiederanpfiff wurde es noch einmal spannend. „Uns war klar, dass Böddiger noch einmal alles geben wird“, sagte Denk. Dennoch ließ sich das Juniorteam verunsichern. Nach einer Zeitstrafe gegen Kirsten Bänfer holten die Felsbergerinnen Tor um Tor auf. Auch, weil die SG-Defensive jetzt gegen Christin Schene und Duknauskaite zu passiv agierte. „So etwas darf uns nicht passieren“, ärgerte sich SG-Spielmacherin Sandra Debus. Beim 17:18 (33.) durch Antonia Gondermann war die Eintracht plötzlich wieder dran. Schene besorgte per Schlagwurf den 20:20-Ausgleich (36.).

Zu mehr reichte es aber nicht, weil sich Kirchhof wieder fing und sich die Eintracht unnötige technische Fehler leistete. „Es ist ärgerlich, dass wir das Spiel so schnell wieder aus der Hand geben“, kritisierte Eintracht-Trainerin Hildebrandt.

Deborah Spatz, Debus (2) und Bänfer sorgten für das 27:22 (44.). Und Linkshänderin Johanna Scharff mit drei Toren in Folge für das 32:25 (51.) - die Entscheidung. Und der zweite Kirchhofer Derbysieg in der Oberliga gegen die Eintracht.

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