Oberliga-Derby

Kirchhof II siegt erstmals in Felsberg und blickt nun nach oben

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Löwenstark zugepackt: Die Kirchhöferinnen Sandra Debus (l.) und Andra Lucas (r.) stoppen hier Böddigers Anne Kühlborn. 

Das Derby lieferte ein Kontrastprogramm: Großer Jubel bei den Oberliga-Handballerinnen der SG 09 Kirchhof II, die nach dem Abpfiff ausgelassen feierten und sich zum Siegerfoto positionierten. Frust hingegen bei Eintracht Böddiger.

Mit 22:25 (11:14) verloren die Edertalerinnen im vierten Anlauf erstmals ihr Heimspiel gegen das Juniorteam, das somit in dieser Saison beide Vergleiche für sich entschied. Die Eintracht muss nun wieder den Blick nach unten richten und rutschte auf den neunten Tabellenplatz ab.

Die Entscheidung fiel zwischen der 35. und 51. Minute. Vilte Duknauskaite überwand SG-Torhüterin Maren Dasenbrock vom Punkt zum 14:14 (35.) und machte für Böddiger den 11:14-Pausenrückstand wett. Doch dann agierten die Gastgeberinnen in der Offensive zu fahrig, leisteten sich einfache technische Fehler und waren zu harmlos. Allein Spielmacherin Duknauskaite rieb sich auf. „Der Zug zum Tor und die Überzeugung haben gefehlt“, kritisierte TSV-Trainerin Lena Hildebrandt.

Das Juniorteam hingegen blieb cool. Nachdem TSV-Außen Filiz Eren noch auf 15:16 (37.) verkürzt hatte, nutzte Kirchhof seine Möglichkeiten konsequent zu einem 7:1-Lauf. Mit drei Treffern in Folge sorgte SG-Kreisläuferin Kirsten Bänfer beim 23:16 (51.) für die Vorentscheidung. Böddigers letztes Aufbäumen kam zu spät.

„Wir waren von der ersten Minute an da, haben diszipliniert gespielt und in der Deckung eine starke Leistung gezeigt“, freute sich SG-Coach Martin Denk. Dabei gehörte die Anfangsphase der Eintracht, die schnell mit 4:1 (6.) führte. Weil Kirchhof zu Beginn neben Duknauskaite vor allem Anne Kühlborn im linken Rückraum nicht in den Griff bekam.

Mit drei Paraden in Serie gab Paula Küllmer früh das Signal zur Aufholjagd. Was folgte, war ein Auf und Ab. Das Denk-Team drehte die Partie zum 6:4 (12.) und lag über 8:5 (14.) und 11:7 (18.) in Führung. Weil die TSV-Defensive vor allem Torjägerin Deborah Spatz im Positionsangriff nach Belieben schalten und walten ließ. Und weil Böddiger dem Kirchhofer Tempohandball – insbesondere Küllmers Harpunen auf Lea Immelnkämper und Bänfer – nichts entgegenzusetzen hatte.

Trotzdem kamen die Felsbergerinnen zurück, weil Duknauskaite im Angriff zuverlässig traf und Katja Frommann im TSV-Tor einige Bälle hielt. Sina Dieling verpasste vom Kreis gegen Küllmer jedoch völlig frei den Ausgleich (23.). Die Gäste nutzten dies, um zum 14:10 (27.) zu kontern. Und ließen sich auch beim letztmaligen Aufbäumen der Eintracht nicht aus der Ruhe bringen. „Wir waren zu 100 Prozent fokussiert“, lobte Denk seine Mannschaft. Und die ließ sich gebührend feiern.

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