Oberliga: 

SV Germania Fritzlar II feiert Sieg des Willens gegen SG 09 Kirchhof II

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Nicht zu stoppen: Fritzlars talentierte Kreisläuferin Luisa Krüger (am Ball) setzt sich hier gegen Kirchhofs Kirsten Bänfer (links) und Laura Sauerwald durch. 

Neue Hoffnung für den SV Germania Fritzlar II im Abstiegskampf der Handball-Oberliga: Durch den hart erkämpften 24:22 (12:10)-Erfolg im Derby gegen die SG 09 Kirchhof II nähert sich das Team von Trainer Gunnar Kliesch den allesamt sieglosen Abstiegskonkurrenten an.

Auch das SG-Juniorteam gerät nach der neuerlichen Niederlage immer mehr unter Druck. „Wir haben zu viele Geschenke verteilt. Das hat Fritzlar stark gemacht“, ärgerte sich Gäste-Coach Martin Denk über die vielen Fehlpässe und vergebenen Würfe. Die allerdings auch zu Stande kamen, weil Luisa Fischmann im Tor der Gastgeberinnen herausragend agierte.

Angetrieben durch Fischmanns insgesamt 20 Paraden kämpften sich ihre Vorderleute nach nervösem Beginn (3:5, 10.) in die Partie und starteten einen 6:0-Lauf. Dabei überzeugte vor allem der Mittelblock um das 17-jährige Top-Talent Luisa Krüger, die am Vortag noch in der 3. Liga West zu überzeugen wusste.

Die Folge: SG-Regisseurin Elisa Führ konnte keine spielerischen Akzente setzen, was den Kombinationsfluss der Denk-Sieben störte. „Wir hatten uns auf den SG-Rückraum gut eingestellt. Unser Plan ist aufgegangen“, freute sich Kliesch über den taktischen Schachzug. Jedoch versäumte es die Germania trotz eines Vier-Tore-Vorsprungs kurz vor der Halbzeit weiter wegzuziehen. Im Gegenteil: SG-Kapitänin Kirsten Bänfer brachte die Gäste mit drei ihrer sieben Treffer wieder auf 14:14 (36.) heran.

Von nun an entwickelte sich ein emotionsgeladenes Nervenspiel mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten. Wobei das Heimteam in den entscheidenden Situationen mehr Ruhe bewahrte. Einen besonderen Anteil daran hatte die zweite Leihgabe des Drittliga-Kader: Nele Bittdorf. Die Abiturientin brachte nach ihrer Einwechslung auf der Mitte wieder mehr Bewegung ins Germania-Angriffsspiel.

Was vor allem Meike Naumann, unter anderem mit einem herrlichen Heber von Außen über die reaktionsstarke SG-Torfrau Paula Küllmer hinweg, die Ex-Kirchhoferin Hannah Grothnes und eben Krüger zu nutzen wussten. Zwar pirschte sich die Zweitliga-Reserve nach erfolgreichen Tempogegenstößen durch Laura Sauerwald und Siebenmetern von Lea Günther noch einmal heran. Doch der Tabellenvorletzte hielt dem Druck dank Willensstärke und Leidenschaft stand. Was für Kliesch der Schlüssel zum Derbysieg war: „Mein Team hat einen Tick mehr Herz bewiesen als der Gegner.“

Fritzlar II: Fischmann (20 Paraden/21 Gegentore), Suchy (bei einem 7 m, 0/1) - Hauschild 2, Alter, Naumann 3, Frank 2, Grothnes 3, Albus 4/2, Bachmann, Oschmann 1, Bittdorf 1, Werner 2, Bücker 2, Krüger 4.

Kirchhof II:Dasenbrock (2/11), Küllmer (13/13) - Horn 3, Lucas 3, Immelnkämper 1, Führ, Sauerwald 3, Konklowsky, Herwig, Günther 4/4, Bänfer 7, Kühlborn, Spatz 1, Vaupel.

SR:Hoffelner/Siedel. Z: 150.

Siebenmeter: 2/2:4/4.

Zeitstrafen: 6:6 Minuten.

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