2. Liga

SG 09 Kirchhof muss beim Absteiger HSG Gedern/Nidda hart kämpfen

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Christian Denk

Nidda. Mit dem 26:25 (12:12)-Erfolg bei der HSG Gedern/Nidda kletterte Handball-Zweitligist SG 09 Kirchhof auf den begehrten fünften Platz.

 „Hauptsache gewonnen“, sagte Christian Denk durchaus zufrieden. Und das hatte mehrere Gründe. Zum einen feierte seine Mannschaft einen hauchdünnen 26:25 (12:12)-Erfolg bei der HSG Gedern/Nidda, zum andern kletterte die SG 09 Kirchhof dank des 14. Saisonsieges sowie der 29:35-Niederlage des VfL Waiblingen beim Spitzenreiter Buchholz 08-Rosengarten auf den heiß begehrten fünften Platz: „Nur das zählt.“

Weniger, dass sich seine Schützlinge beim Absteiger schwerer als erwartet getan hatten, was aber auch dem enormen Widerstand des Schlusslichts geschuldet war. „Das war ein reines Kampfspiel und den Kampf haben wir angenommen“, erklärte Kirchhofs Trainer.

Das sich seine Mannschaft in der ausgeglichenen ersten Hälfte nicht absetzen konnte, lag an einige Fehlwürfen sowie Pech im Abschluss. Und an Kristin Amos, denn Gederns überragende Torjägerin - bis dato 155 Treffer - bekam die 6:0-Deckung einfach nicht in den Griff. Weil die Rückraumlinke zu spät angegangen wurde und immer wieder frei zum Wurf kam. Dafür war Kreisläufern Leonie Isabel weitgehend abgemeldet.

Als Kristin Amos in der 32. Minute auf 13:14 verkürzen konnte, griff Kirchhofs Trainer taktisch ein. Mit einer Umstellung auf eine 5:1-Deckung, mit der die Gastgeberinnen überhaupt nichts anfangen konnten. Die Folge: Mehrere Kirchhofer Ballgewinne in Folge, leichte Tore über die eigene erste und zweite Welle sowie drei von Michelle Urbicht herausgeholte Siebenmeter, die Diana Sabljak gewohnt sicher verwandelte.

Diana Sabljak verwandelt sieben Siebenmeter

So konnten sich die Gäste über 16:20 (43.) auf 18:24 (47.) absetzen. Die Vorentscheidung? Nein, denn danach wechselte Christian Denk munter durch und seine Mannschaft ließ im Gefühl des sicheren Sieges merklich nach. Ein gefundenes Fressen für die nimmermüden Südhessinnen, die, von ihren Zuschauern nach vorn gepeitscht, plötzlich wieder Morgenluft witterten. Denn nach fünf Toren in Folge waren sie plötzlich wieder dran (57.).

Beim 23:24 und dem drohenden Ausgleich war guter Rat teuer, doch Kirchhofs Coach hatte ihn. Setzte auf die siebte Feldspielerin, was der Mannschaft in den letzten drei Minuten zu zwei Siebenmetern und einer 26:24-Führung 95 Sekunden vor Schluss verhalf. Zwar konnte Kristin Amos, die insgesamt 13/4-Treffer erzielte, noch mal verkürzen. Zum Ausgleich reichte es für die Gastgeberinnen allerdings nicht mehr.

Kirchhof: Siggaard, Demianczuk; Breiding 1, Boonkamp 2, Nolte 1, Kühlborn 4, Svirakova 1, Sabljak 12/7, Szary 1, Urbicht, Visser 4, Mai. 

SR: Linker/Schmidt. 

Siebenmeter: 6/4:7/7.

Zeitstrafen: 8:2-Minuten. 

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