2. Bundesliga

SG 09 Kirchhof: Neuzugang Sina Ritter im Porträt

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Schlug bereits in der Vorbereitung bei der SG 09 Kirchhof voll ein: Neuzugang Sina Ritter.

Aufgeben gilt nicht! Das Mantra der SG 09 Kirchhof kommt bei Sina Ritter allein dadurch zum Ausdruck, dass die 26-Jährige als Neuzugang Teil des Zweitligisten ist. Denn die Handballerin stand als Kind, gereiftes Talent und etablierte Sportlerin mehrfach auf dem Wunschzettel des Traditionsvereins.

SG-Coach Christian Denk macht aus seinem Herzen keine Mördergrube: „Sina ist für uns wie ein Sechser im Lotto“, lobt der 35-Jährige und schiebt nach: „Solch eine Power habe ich noch nie gesehen. Mit ihrer Risikobereitschaft wird sie uns gut tun.“

Derlei Lobhudelei ist auch von den Fans der HSG Bad Wildungen Vipers zu hören, die den Abgang von Ritter zum Nachbarn bedauern. Das Gesamtpaket Kirchhofs gab den Ausschlag, denn das Kraftpaket will sich nicht nur sportlich professionell beweisen, sondern ist nach abgeschlossenem Studium und Referendariat nun in Vollzeit als Lehrerin tätig. Die SG 09 kam ihr dahingehend entgegen, dass sie bei Bedarf für schulische Verpflichtungen freigestellt wird.

Drei Ziele hat sich die Handballerin bei ihrem neuen Verein auf die Fahne geschrieben: Oben in der 2. Liga mitspielen, die jüngeren Mitspielerinnen führen und verletzungsfrei bleiben. Das ist die Linksaußen mit Spielmacherqualitäten seit mittlerweile fünf Jahren. Davor verhinderten drei Kreuzbandrisse eine (noch) größere Karriere. „Für mich gehört Sina zu den besten Linksaußen in Deutschland, nicht nur in der 2. Liga“, erklärt SG-Coach Christian Denk.

In der Vorbereitung am treffsichersten

Einen Vorgeschmack liefert die 26-Jährige in der Vorbereitung, in der sie bislang am treffsichersten war. Nicht wenige hatten sie beim Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier in Melsungen trotz erstklassiger Gegner als stärkste Spielerin gesehen. Doch da sie mit 31 Treffern in vier Spielen bereits die beste Torschützin war, entschied sich die Turnerleitung, Ex-Nationalspielerin Svenja Huber von Bayer Leverkusen auszuzeichnen.

Mit ihrer Dynamik und Schnelligkeit ist die frühere Junioren-Nationalspielerin prädestiniert für den Tempohandball der SG 09. Zumal variabel, weil sie nicht nur auf Linkaußen, sondern auch auf der Mitte wirbelt. Diese beiden Positionen teilt sie sich aktuell mit Mariel Beugels, die ebenfalls aus Bad Wildungen kam. Vorgesehen als Dritte im Bunde war Michelle Urbicht, die nun aber wegen eines Risses der Gelenklippe an der Schulter ein halbes Jahr pausieren muss.

Auch auf halb in der Deckung zeigt Sina Ritter den nötigen Biss. Günstige Vorzeichen also, um als zweites Familienmitglied in der Stadtsporthalle Melsungen erfolgreich Handball zu spielen. Denn ihre Mutter Jutta war Ende der 1990er Jahre Teil der SG Melsungen/Kirchhof. Damals stets mitfiebernd am Spielfeldrand: Sina Ritter, die schon bald darauf das Interesse der SG 09 weckte – und jetzt endlich Teil des Teams ist, weil aufgeben bei den Grün-Weißen nicht gilt.

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