2. Liga: Hinspiel war Wendepunkt

SG 09 Kirchhof will in Hannover Siegesserie fortsetzen

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Volltreffer: Hier lässt Kirchhofs Christin Kühlborn (am Ball) im Hinspiel Lareen Gräser stehen. Seitdem die Kapitänin wieder an Bord ist, hat die SG 09 21:7-Punkte geholt und liegt in der Tabelle ab dem elften Spieltag als Aufsteiger sogar an zweiter Stelle. 

Hannover/Kirchhof. Vier Monate ist das Hinspiel her. Vier Monate, in denen die Saison bei der HSG Hannover-Badenstedt und bei der SG 09 Kirchhof unterschiedlicher kaum hätten laufen können.

„Das war der Wendepunkt“, betont SG-Coach Christian Denk mit Blick auf das 38:32-Handballfest vor 900 Zuschauern in Melsungen. Klar, dass dieser Erfolg im Zweitliga-Rückspiel (So. 16 Uhr) bestätigt werden soll.

Denn inklusive dieser Partie ist Kirchhof in der Tabelle ab dem elften Spieltag mit 21:7-Punkten sensationell Zweiter. Die HSG indes liegt mit 9:19-Zählern hier lediglich noch vor dem HCD Gröbenzell (8:20). Und will nun vermeiden, dem abgeschlagenen Schlusslicht in die 3. Liga folgen zu müssen. Ein Absteiger zusätzlich wird es werden, weil nach dem TSV Nord Harrislee und TuS Lintfort die HSG Gedern/Nidda am Mittwochnachmittag offiziell erklärt hat, den Sprung in die Zweitklassigkeit zu wagen.

Hannover-Badenstedt (17:31-Punkte) muss also in den verbleibenden vier Partien ordentlich punkten, um die TG Nürtingen (22:26), SV Werder Bremen (22:28), BSV Sachsen-Zwickau (21:27) oder DJK/MJC Trier (19:29) noch abzufangen. Dabei sind die Niedersächsinnen sehr weit in den Planungen. Kapitänin Jana Pollmer (181/80-Saisontore) wird die „jungen Wilden“ ligaunabhängig anführen. Linksaußen Lena Seehausen (64 Treffer), die Kreisläuferinnen Natasha Ahrens und Marie-Kristin Gerber sowie Eigengewächs Leonie Neuendorf, die eine Kapselverletzung am Finger plagt, bleiben an Bord. Nach einjähriger Pause kehrt zudem Rechtsaußen Saskia Rast zurück. Als Trainer kommt im Sommer Christian Hungerecker als Nachfolger für Interimscoach Jan Friedrich, der Roland Friebe abgelöst hatte.

SG-Lust auf dritten Erfolg in Folge

„Wir tun uns im zweiten Jahr wie befürchtet schwer und haben wenige Alternativen. Kirchhof ist ein harter Brocken“, weiß die Ex-Kirchhoferin Pollmer. Die Spielmacherin kommt bei der HSG fast nur noch im Angriff zum Zuge, weil ihr „Kampfschwein“ Gerber im Mittelblock den Rücken freihält.

Auf der Gegenseite steigt bei der SG 09 von Tag zu Tag die Lust, nach einem spielfreien Wochenende den dritten Sieg in Serie zu landen. So sehr, dass es beim Wurftraining am Dienstag einen Volltreffer zu viel gab. Denn Rechtsaußen Andra Lucas schoss versehentlich Torfrau Katarzyna Demianczuk ab. Die Polin musste wegen einer leichten Gehirnerschütterung aussetzen, dürfte aber bis Sonntag fit werden.

Alternativ stehen Frederikke Siggaard und Paula Küllmer, die beim Hinspielsieg ein Faktor war, zur Verfügung. Sicher fehlt lediglich Hannah Grothnes (Aufbautraining). „Wir wollen unsere komfortable Ausgangslage verbessern, denken immer leistungsorientiert und machen keine Experimente“, sagt Coach Denk. In Hannover dürfte das fast schon wie eine Drohung ankommen.

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