2. Bundesliga

SG 09 Kirchhof scheitert beim 25:26 in Wuppertal an sich selbst

Muss dringend wieder aufstehen: Kirchhofs Spielmacherin Mariel Beugels traf bei der knappen Niederlage in Wuppertal erneut einige schlechte Entscheidungen.
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Muss dringend wieder aufstehen: Kirchhofs Spielmacherin Mariel Beugels traf bei der knappen Niederlage in Wuppertal erneut einige schlechte Entscheidungen.

Acht Tage, drei Spiele, null Punkte: Die SG 09 Kirchhof ist in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga nach der dritten Niederlage in Serie auf den drittletzten Platz abgerutscht.

Kirchhof – Im Kellerduell beim TVB Wuppertal blieben die Gäste erneut unter ihren Möglichkeiten und verloren unnötig 25:26 (12:14). „Wuppertal hat etwas weniger Fehler gemacht und wollte den Sieg einen Tick mehr“, erklärte SG-Coach Martin Denk nach dem nervenaufreibenden Spiel. Eine Partie, in der von Beginn an technische Aussetzer auf beiden Seiten das Bild prägten.

Nur bis zum 4:3 (8.) lag Kirchhof in Führung. Und war zunächst vor allem dank der treffsicheren Klara Schlegel, sicheren Torfrau Nela Zuzic und soliden Deborah Spatz im Mittelblock auf Augenhöhe mit dem Tabellennachbarn. Auch die Außen Katharina Hufschmidt und Hannah Kamp zeigten sich defensiv verbessert, so dass Wuppertal nur der Weg durch die Mitte blieb.

Matavs Spielerin des Spiels

Doch das reichte, um stets einen knappen Vorsprung vorlegen zu können. Die junge Slowenin Nika Matavs (9/3 Tore) avancierte zur besten Spielerin auf der Platte und bildete zusammen mit Spielmacherin Ramona Ruthenbeck (8/1) sowie Abwehrchefin Hanna Wagner (3) das Herzstück der Handballgirls.

Demgegenüber leistete sich Kirchhofs Mariel Beugels einen Tag nach ihrem 23. Geburtstag zu viele Aussetzer. Die Spielmacherin nahm sich Würfe in aussichtslosen Positionen und stand sich mitunter sogar mit Diana Sabljak beim Aufbau im Weg. Der Torschützenkönigin wollte zunächst gar nichts gelingen. Ohne Feldtor nahm Denk seine Kapitänin nach nur 16 Minuten vom Feld. „Ich musste Diana erlösen. Sie und einige andere haben momentan leider mehr mit sich selbst zu kämpfen und können der Mannschaft nicht so helfen, wie sie es gerne würden“, betont Denk.

Kavaliauskaite macht alles falsch

Über 8:6 (18.), 13:10 (29.) und 17:14 (35.) gaben die Gastgeberinnen die Richtung vor, ehe sich die Löwinnen zurückkämpften. Nun auch wieder mit Sabljak, die sich über drei Treffer in Folge ihrer Kolleginnen Spatz (2) und Schlegel zum 17:17 freute (37.). Da schien die Partie zu kippen, weil Wuppertal nun keine einfachen Tore mehr gelangen. Doch die Mehrzahl an Pech und Patzern gaben den Ausschlag gegen Kirchhof. Noch nicht wegen Ida Evjens Wechselfehler, der eine Zeitstrafe zur Folge hatte. Dafür aber der Aussetzer von Greta Kavaliauskaite, die in ihrer kurzen Spielzeit alles falsch machte. Nach ein paar lockeren Pässen wollte sie ins Eins-gegen-eins gehen – doch Schrittfehler. Und weil sie den Gegenangriff prompt unfair unterbrach: Zeitstrafe und ein Platz auf der Bank bis zum Schluss (51.).

20 Sekunden später ein Schockmoment für beide Teams. Wuppertals Linksaußen Michelle Stefes vertrat sich vor ihrem Wurf den Fuß und droht nach dem unglücklichen Kontakt mit Hannah Kamp länger auszufallen. Obwohl Kirchhofs Außen dabei klar passiv blieb, kassierte sie eine zweifelhafte Rote Karte (51.).

Den fälligen Siebenmeter parierte Zuzic gegen Matavs. Was ihre Mitspielerinnen nicht veredeln konnten. Erst warf Sabljak drüber (52.), dann traf Schlegel den Pfosten (54.), ehe Beugels’ Schrittfehler (58.) die Hoffnungen auf einen Punktgewinn endgültig zunichte machen ließ. (Sebastian Schmidt)

Die Statistik

Kirchhof: Siggaard, Zuzic - Özcelik 1, Schaffrick 3, Harder, Hufschmidt 1, Evjen, Sabljak 5/2, Beugels 2, Bänfer, Kamp 1, Kavaliauskaite, Schlegel 7, Prauss, Koltschenko, Spatz 5.

Siebenmeter: 7/4:2/2.

Zeitstrafen: 8:10 Minuten.

Rote Karte: Kamp (51.).

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