3. Liga:

SG 09 Kirchhof turmhoher Favorit gegen punktloses Schlusslicht VfL Wolfsburg

Hand in Hand: Die Zwillinge Agustina Jaèn Loro (l.) und Alma Jaèn Loro wollen mit der SG 09 Kirchhof gegen den VfL Wolfsburg zurück in die Erfolgsspur.
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Hand in Hand: Die Zwillinge Agustina Jaèn Loro (l.) und Alma Jaèn Loro wollen mit der SG 09 Kirchhof gegen den VfL Wolfsburg zurück in die Erfolgsspur.

Unterschiedlicher könnten die (Handball-) Welten kaum sein: Hier die SG 09 Kirchhof, die zurück in die 2. Liga möchte – nach bereits drei Niederlagen aber schon Druck verspürt. Dort der VfL Wolfsburg.

Kirchhof/Wolfsburg – Der punktlos das Tabellenende der 3. Liga C ziert. Nachdem er kampflos im Sommer aus der Oberliga Niedersachsen aufgestiegen war, weil daneben nur Bremen II für die Aufstiegsrunde gemeldet hatte. Und somit als krasser Außenseiter in der Melsunger Stadtsporthalle gastiert (Sa. 17 Uhr).

„Mittelfristig ist es unser Ziel, uns in der 3. Liga zu etablieren. Aktuell hat der Verein die Chance ergriffen und für uns ist es eine teure Lernphase“, erklärt Oliver Bült. Der 48-Jährige hatte den VfL 2018 auf einem Abstiegsplatz übernommen und führte Wolfsburg – inzwischen als Gespann mit Marco Pagel – Stück für Stück nach oben. Mit der zusätzlichen Bürde, dass mit Nele Hänsel, Edyta Kuczynska, Marissa Heyne, Cindy Degen, Fabienne Kohn, Kim Klauenburg und Torhüterin Karla Hoppe sieben Stammkräfte aus verschiedenen Gründen nicht (mehr) zur Verfügung stehen.

Wolfsburg muss sieben Spielerinnen ersetzen

Wolfsburg reagierte und verpflichtete Torfrau Celina Friede von Oberligist MTV Vater Jahn Peine. Zudem kommen mit Linksaußen Lea-Marie Kosub, Spielmacherin Sarah Matte, Rechtsaußen Jette Holzkamp und der Halblinken Pia Liebling vier Spielerinen zum Einsatz, die aus der B- und A-Jugend-Landesliga bzw. Regionsoberliga (vergleichbar mit der hessischen Bezirksoberliga) stammen. Wenig verwunderlich, dass Wolfsburg bis auf das 30:31 zuletzt in Hannover alle Spiele deutlich verlor. „Meistens haben uns zehn Minuten das Spiel gekostet. Prinzipiell versuchen wir schon, das Tempo zu forcieren und weniger Fehler zu machen“, sieht Bült eine positive Entwicklung.

Eine Wahrnehmung, die Kirchhofs Coach Dragos Negovan teilt: „Im Rückraum und im Tor sind sie ziemlich gut besetzt. Wir dürfen sie nicht unterschätzen.“ Beim 31:19 im Hinspiel hatte die SG 09 im ersten Durchgang kurzen Prozess gemacht. Die Außen Alma Jaèn Loro und Martina Pandza sowie Kreisläuferin Angela Cappellaro gaben dabei mit ihren Toren zum 12:4 nach 23 Minuten einen gelungenen Einstand.

„Spiel des Jahres“ am 18. Dezember

Ebenso vielversprechend verlief die Premiere von Vanessa Plümer, die beim 31:32 gegen Blomberg-Lippe II sechs Treffer landete. Die Linkshänderin trainiert vorerst mindestens zweimal pro Woche in Melsungen und an den anderen Tagen bei ihrem Stammverein HSG Bad Wildungen. „Wir wollen gegen Wolfsburg Selbstvertrauen tanken, das wir für unser Spiel des Jahres brauchen“, erklärt Negovan und hat die richtungsweisende Partie gegen den TV Hannover-Badenstedt (18. Dezember) bereits im Hinterkopf. (Sebastian Schmidt)

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