SG-Gegner

Leipzig setzt auch nach Aufstieg in die 2.Liga auf eigene Talente

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Jacob Dietrich (Trainer des HC Leipzig).

Das Gastspiel von Ex-Meister HC Leipzig bei der SG 09 Kirchhof stejt heute (18 Uhr Stadtsporthalle Melsungen) ganz im Zeichen des Abstiegskampfes der 2. Handball-Bundesliga.

Eine Saison brauchte der HC Leipzig, um sich nach dem insolvenzbedingten Zwangsabstieg 2017 aus dem Handball-Oberhaus in der 3. Liga zu schütteln. Dann nahm der Ex-Meister die erste Hürde auf dem Weg zu alter Herrlichkeit, stieg in die 2. Liga auf, die sich indes bisher für den Talentschuppen um die Hummel-Schwestern als hartes Brot entpuppte. Ebenso, etwas überraschend, für die SG 09 Kirchhof, so dass das direkte Duell heute um 18 Uhr in der Melsunger Stadtsporthalle im Zeichen des Abstiegskampfes steht.

Der Trainer

Jacob Dietrich löste 2018 Marion Mendel als Cheftrainerin ab, die wiederum das Angebot ablehnte, als Teammanagerin weiter zu machen. Gleich in seiner ersten Saison auf der HC-Bank stieg der 32-jährigen Landestrainer des Handballverbandes Sachsen mit Leipzig in die 2. Liga auf. Äußerst souverän, mit nur drei Verlustpunkten.

Der Kader

Isabell Hurst (HSG Bensheim-Auerbach) und Marie Kretzschmar (Neckrsulm) folgten dem Lockruf der Bundesliga, dafür wurden mit Drittliga-Spielerin Wiebke Meyer (TV Oyten) und Jugendnationalspielerin Laura Wedrich (TS Herzogenaurach) zwei vielversprechende Talente verpflichtet. „Wir wollten gemeinsam mit den weitgehend in Leipzig ausgebildeten Spielerinnen den nächsten Entwicklungsschritt machen“, erklärt Jacob Dietrich die eigene Zurückhaltung auf dem Spielermarkt.

Das Saisonziel

Während der neue HC-Präsident Thomas Conrad zumindest mittelfristig die Rückkehr in die 1. Liga anvisiert, backt Leipzigs Coach erst mal noch kleine Brötchen. „Das ist Zukunftsmusik. Für uns geht es in dieser Spielzeit allein um den Klassenerhalt“, sagt der A-Lizenz-Inhaber.

Die Aufstellung

Bis auf Rückraumspielerin Wedrich kann der Gast in Melsungen in Bestbesetzung auflaufen. Im Tor mit Ellen Janssen, mit der Flügelzange Lilli Röpcke (links) und Pauline Uhlmann (rechts) sowie am Kreis mit Stefanie Hummel, die 2018 zusammen mit ihr Schwester Jacqueline aus Rödertal nach Leipzig zurückkehrte. Die bildet zusammen mit Emely Theilig (Mitte) und Linkshänderin Julia Weise (r.) einen höchst torgefährlichen Rückraum. Abwehrchefin der 6:0-Deckung ist Shareen Greschner, die auch am Kreis zum Einsatz kommt.

Die Form

Beim 33:25-Erfolg gegen Solingen feierte das junge Leipziger Team den (erst) vierten Saisonsieg. 8:14-Punkte sind für Trainer Dietrich angesichts der Unerfahrenheit und körperlichen Unterlegenheit („Uns fehlen pro Kopf zehn Kilo“) jedoch „völlig normal“. Ebenso, dass sein Team im Angriff fast immer spielerisch glänzt und in der Deckung ebenso häufig Federn lässt. 

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