3. Liga

SG-Trainer Negovan: Ein Sieg ist Pflicht

Nimmt Maß: Kirchhofs Linksaußen Martina Pandza, die für den heimischen Drittligisten schon 18 Mal getroffen hat und gegen Ibbebüren natürlich gesetzt ist.
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Nimmt Maß: Kirchhofs Linksaußen Martina Pandza, die für den heimischen Drittligisten schon 18 Mal getroffen hat und gegen Ibbebüren natürlich gesetzt ist.

Wenn der Tabellenvorletzte beim Vierten gastiert, sind die Rollen klar verteilt. „Ein Sieg ist Pflicht“, sagt daher Dragos Negovan, Trainer der SG 09 Kirchhof, vor dem Heimspiel gegen die Ibbenbürener Spielvereinigung (Sa. 18 Uhr Stadtsporthalle Melsungen). Auch mit Blick auf die kommenden Schlüsselspiele um die ersten beiden Plätze, die zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigen.

Kirchhof/Ibbenbüren - Umso demütiger reist der Aufsteiger an. „Wir sind klarer Außenseiter“, bekennt SV-Coach Ortmeyer. Allerdings: Eine Chance rechnet sich der 42-jährige B-Lizenz-Inhaber schon aus, „wenn es uns gelingt, das Spiel lange offen zu halten.“ Und wenn seine Mannschaft einen solchen Paradetag wie beim 35:24 gegen Recklinghausen erwischt, ihrem bisher einzigen Erfolg. Gegen jene Mannschaft, die sich beim 31:33 bei der SG 09 lange auf der Siegesstraße wähnte.

Für Kirchhofs Coach durchaus eine Warnung: „Wir dürfen Ibbenbüren nicht ins Umschaltspiel kommen lassen.“ Die erste und zweite Welle ist eine besondere Domäne der quirligen Theresa Beermann, mit 35/11-Treffern die bisher erfolgreichste Torschützin ihrer Mannschaft, die auch als Spitze einer 5:1-Deckung fungiert.

Spatz und Pandza immer stärker

In Kirchhof hat sich Deborah Spatz zur heimlichen Chefin aufgeschwungen: gesetzt im Mittelblock, als Strategin und Vollstreckerin im Rückraum (37/11)-Treffer. Linksaußen Martina Pandza leitete mit drei Treffern in Folge beim BVB II die Wende ein - und unterstrich mit insgesamt sieben ihre aufsteigende Form. Beide haben das vom Trainer verordnete Tempospiel verinnerlicht, für das ihm am Samstag auch Greta Kavaliauskaite zur Verfügung steht.

Woran es noch hapert, ist an einer ausgewogenen Balance mit der Abwehr. „Zuviele Gegentore“ hat Dragos Negovan ausgemacht und will daher unbedingt die Abstimmung der Torfrauen Sophia Ritter und Alicia Schmincke mit ihren Vorderleuten verbessern. Die Rückkehr von Aleksandra Orowicz deutet sich frühestens für das Spiel in Hannover am 30. Oktober an.

Für seinen Kollegen Selbstkritik auf ganz hohem Niveau, verkam seine Mannschaft doch im letzten Spiel gegen den Hannoverscher SC beim 30:39 zur Schießbude der Liga. Viele „individuelle Fehler“ machte Timo Ortmeyer dafür verantwortlich. Sein Kollege hielt sich bei seinem Videostudium mit diesem Spiel gar nicht erst auf, sondern konzentrierte sich auf Ibbenbürens Sieg gegen Recklinghausen.

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