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Sportliche Enttäuschung im Kölner Keller: SG 09 Kirchhof muss Effzeh ziehen lassen

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Von: Sebastian Schmidt

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Bittere Pille: Anna-Maria Spielvogel (l.) und die SG Kirchhof verloren das zweite Spitzenspiel in Folge. Carlotta Fege (r.) konnte verletzt auf der Bank nicht helfen.
Bittere Pille: Anna-Maria Spielvogel (l.) und die SG Kirchhof verloren das zweite Spitzenspiel in Folge. Carlotta Fege (r.) konnte verletzt auf der Bank nicht helfen. © Pressebilder Hahn

Nun taugt der Kölner Keller auch für die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof als Synonym für eine sportliche Enttäuschung. Die Löwinnen verloren nach dem 23:24 gegen Aldekerk auch das zweite Spitzenspiel in der 3. Liga West.

Köln – Und liegen nach dem 24:29 (13:14) beim 1. FC Köln in der Tabelle bereits sechs Punkte hinter dem Effzeh. Dennoch stellte sich Trainer Martin Schwarzwald klar vor sein Team: „Der Hauptgrund für die Niederlage war die Verletzung von Carlotta Fege, die im Abschlusstraining umgeknickt ist. Das konnten wir vor allem in der Deckung nicht kompensieren.“ Seitdem die Abwehrchefinnen A (Greta Kavaliauskaite) und B (Deborah Spatz) erkrankt fehlen, hatte sich Fege als Fixpunkt der offensiven Deckung bewährt. Umso mehr hoffen sie, dass die Kreisläuferin vom Arzt keine weitere Hiobsbotschaft erhält.

Feges Aus nicht zu komensieren

In der Abwehr begann Lotte Iker zentral, an den Kreis rückte Anna-Maria Spielvogel. Ihre bereits vierte Position für Kirchhof, aber immerhin eine, die sie bereits in der Jugend begleitet hatte. 22 Minuten lang lief es ordentlich für die Gäste. Die SG führte über 5:3 (9., Koltschenko), 8:6 (14., Spielvogel) und 11:9 durch das erste Tor von Agustina Jaén Loro nach ihrem Kreuzbandriss (22.). Doch die wenigen Möglichkeiten, nach schnellen Balleroberungen erfolgreich zu sein, ließen die Löwinnen aus. Zudem wusste sich Kristina Aurich im FC-Tor zu steigern.

„Wir haben den Plan Kirchhofs durchkreuzt und den kontinuierlich den Druck hochgehalten. Wir sind gnadenlos in Kirchhofs Nahtstellen gestoßen und haben dann entweder getroffen oder einen Siebenmeter gezogen“, freute sich Kölns Trainer Ingo Häussler über die gelungenen Eins-gegen-Eins-Situationen, die Marie Weismantel und Madita Schut für sich entschieden. Traumwandlerisch sicher verwandelte zudem Maria Koltmann all ihre acht Siebenmeter.

Köln mit größeren Kraftreserven

Bis zum 18:18 (40. Iker) konnte Kirchhof noch mithalten. Dann zog Köln über 21:18 (43., Weismantel) und 24:20 (47., Koltmann) entscheidend auf 29:23 (59., Flohr) davon. „Uns hat die Kompaktheit gefehlt“, sagte Schwarzwald, dessen Umstellung auf eine 6:0-Formation mit Jaén Loro/Spielvogel im Mittelblock nichts einbrachte. Womit sich der Druck für Kirchhof mit Blick auf das anstehende Derby in Fritzlar am 13. November erhöht. Und das Überraschungsteam aus dem Keller der Kölner Europaschule langsam Gefallen an der Tabellenspitze findet. (Sebastian Schmidt)

Die Statistik:

Kirchhof: Orowicz, Stannies - Iker 7, Jaén Loro 1, Spielvogel 3, Nöchel 3/2, Koltschenko 4, Hafner 3, Harder 1, Pandza, Boras 2.

SR: M. Meyer/S. Meyer.

Siebenmeter: 8/8:2/3.

Zeitstrafen: 10:12-Minuten.

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