Handball-Landesliga

Starke Frauen der TG Rotenburg von Wesertal 25:23 bezwungen

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Sie war mal wieder kaum zu bremsen: Anette Lusky, 13-fache Torschützin der TG Rotenburg.

Einen Punkt in Reichweite hatten am Sonntagabend die ersatzgeschwächten Landesliga-Handballerinnen der TG Rotenburg bei ihrem 23:25 (12:11) bei der sehr heimstarken HSG Wesertal.

VON THOMAS WALGER

 

TG Rotenburgs Trainer Sebastian Jaschinski musste auf Bianca Bähr, Stefanie Deringer und Michelle Horn verzichten. Er hatte auf den personellen Engpass reagiert und wartete mit einer Überraschung auf: Im Kader stand seine Vorgängerin und jetzige Sportliche Leiterin der TGR-Frauen, Simone Larsen Poulsen. „Simone kannst du in so ein Spiel reinwerfen, sie macht immer was Produktives“, sagte Jaschinski.

In der ersten Viertelstunde wechselte die Führung mehrfach, kein Team konnte sich mit mehr als zwei Toren absetzen. Das gelang dann erstmals den Gastgeberinnen, für die Nadine Erger in der 19. Minute zum 9:6 traf. Der TGR-Coach reagierte mit einer Auszeit, die Früchte trug: Anette Lusky, Simone Larsen Poulsen und Marina Denk glichen mit drei Toren in Folge zum 9:9 aus. Mit drei weiteren Treffern sicherte Lusky den Gästen dann sogar die 12:11-Pausenführung.

Auch die zweite Hälfte verlief ausgeglichen. Zunächst lag meist die TGR mit einem Tor vorne, so in der 45. Minute, in der Elisabeth Pippert das 19:20 markierte.

Nun folge allerdings eine Durststrecke der Rotenburgerinnen. Zum Glück hatten auch die Wesertalerinnen in dieser Phase große Probleme, den Ball im Kasten unterzubringen. Alina Hollstein beendete mit mit ihrem Treffer die neunminütige Torflaute ihrer TGR und glich zum 21:21 aus (54.). Anette Lusky ließ 90 Sekunden später per Siebenmeter mit ihrem zwölften von 13 Toren das 21:22 folgen. Hätte sie in der Anfangsphase nicht mit einigen Lattentreffern großes Wurfpech gehabt, wäre sie wohl zur gefeierten Matchwinnerin geworden. Und das, obwohl sie nach einem grippalen Infekt noch nicht wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte war.

Luskys 21:22 sollte die letzte Führung des Außenseiters bleiben. Denn die Wesertalerinnen nutzten ihe zweimalige Überzahl nach Zeistrafen gegen Elisabeth Pippert und Simone Larsen Poulsen, um den Spieß noch umzudrehen. Das 24:22 durch Katharina Kranz 43 Sekunden vor dem Ende bedeutete die Entscheidung, auch wenn Lusky mit dem 24:23 noch einmal den Anschluss herstellte.

„Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Kleinigkeien den Ausschlag gegeben haben“, bilanzierte ein sehr zufriedener Sebastian Jaschinski. Die Zeitstrafen gegen sein Team in der Schlussphase nannte er 50:50-Entscheidungen der Schiedsrichter, mit deren Leistung er unter dem Strich zufrieden war. Selbst in Unterzahl hatte sich die TGR noch zweimal in gute Abschlusspositionen gebracht, diese jedoch nicht genutzt.

Seinem Team fehle in solch engen Auswärtsspielen die nötige Portion Abgezocktheit, um zu punkten, sagte Jaschinski. Aber auf dieser guten Vorstellung könne man aufbauen, gerade im Hinblick auf das am Samstag um 16 Uhr in eigener Halle anstehende Kellerduell gegen Lohfelden/Vollmarshausen.

TG Rotenburg:Weidemann - N. Rollmann (1), Groth , Drewer, Denk (1), Lusky (13/6), Hollsein (1), Mäusgeier (1), Larsen Poulsen (2), S. Rollmann, Pipper (2), Niebuhr (2)

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