3. Handball-Liga: 30 starke Minuten reichen

Eintracht Baunatal baut beim 32:23 gegen Münden ab

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Abgeblockt: Die Mündener Nemanja Skrobic (links) und Dominic Leinhart lassen den Baunataler Fabian Struif nicht zum Zug kommen.

Baunatal. „Bei einer klaren Führung lässt die Konzentration nach, und es schleichen sich Fehler ein“, sagt Kreisläufer Marek Werner, und niemand widerspricht. Auch Trainer Ralf Horstmann hat dafür Verständnis, dass die Handballer des Drittligazweiten Eintracht Baunatal beim 32:23 (18:8) stark begonnen.

Beim Spiel gegen Absteiger TG Münden ließen die Baunataler aber ebenso stark wieder nach. „Man passt sich dem Gegner an“, sagt Horstmann.

Das muss nicht zwangsläufig so sein, aber am Samstag hat die Eintracht in der zweiten Halbzeit nicht besser gespielt als die TG Münden, und die ist vom Drittliga-Niveau weit entfernt. Mildernde Umstände beanspruchen die Baunataler Handballer auch aufgrund der Situation an der Tabellenspitze. Dort gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem TV Kirchzell, und deshalb sagt Phil Räbiger: „Für uns sind derzeit immer nur die zwei Punkte wichtig, und die hatten wir gegen Münden schon beim 18:8 nach der ersten Halbzeit sicher.“ Man könnte dagegenhalten, dass die Zuschauer Eintritt bezahlt hatten, aber Horstmann sagt: „Es ist nicht möglich, in 30 Spielen von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert aufzutreten.“

Fest steht aber auch, dass die zweite Halbzeit fürchterlich war. War Münden im Angriff, schauten sich die Baunataler Spieler gelassen an, was Evora, Leinhart oder Knieps machten, während das Angriffsspiel offenbar vom Mitleid mit dem arg gebeutelten Gegner geprägt war. Dennoch war es nicht zu vermeiden, dass Torchancen heraussprangen, aber die meisten guten Gelegenheiten wurden leichtfertig vergeben. Das Ergebnis der zweiten Halbzeit spricht Bände: Münden gewann die zweiten 30 Minuten 15:14.

Schauen wir auf die - aus Baunataler Sicht - viel erfreulichere Anfangsphase. Nach acht Minuten stand es 4:1, und Fabian Struif hatte alle Tore für die Eintracht erzielt. Neben Struif standen auch Dennis Weinrich und Thorben Buhre von Anfang an auf dem Parkett, während Marvin Gabriel im Hinblick auf die kommenden Aufgaben weiterhin geschont wurde. Neben Struif glänzte zu Beginn vor allem Christian Schade, und Florian Ochmann bedankte sich für die Einsatzzeiten im Angriff mit einem Treffer. In dieser Phase staunten die Mündener über die Baunataler Überlegenheit und schienen einem Desaster entgegenzusteuern.

In der zweiten Halbzeit aber war alles anders, denn 30 Minuten lang wurde das Baunataler Spiel von den angeblich unvermeidbaren Fehlern geprägt.

Von Gerd Brehm

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