Erneuter Aufstieg verpasst

Punktabzug bremst HSC Landwehrhagen aus

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Betrübt trotz einer starken Saisonleistung: Die HSC-Trainer Mario Groß (links) und Andreas Abe. Foto: Manuel Brandenstein

Der HSC Landwehrhagen ist auf seinem Weg zurück in den Leistungshandball jäh gestoppt worden. Und das, obwohl die Mannschaft des Trainergespanns Andreas Abe und Mario Groß sich in der Bezirksliga A die Tabellenführung gesichert hatte.

Das hätte nach dem abrupten Saisonende Ende in der vergangenen Woche eigentlich Meisterschaft und Aufstieg in die Bezirksoberliga bedeutet. Doch ein Drei-Punkte-Abzug aufgrund fehlender Schiedsrichter machte dem HSC einen Strich durch die Rechnung.

Mannschaft und Trainer erfuhren während der Übungseinheit am Donnerstagabend vom überraschenden Saisonabbruch aufgrund des Corona-Virus. „Da sind bei meinen Spielern natürlich die Köpfe nach unten gegangen; alle waren bedient“, berichtet Andreas Abe. Sechs Partien waren noch zu bestreiten gewesen, und der HSC hatte die berechtigte Hoffnung, aus seinen zwei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze gegenüber Hoof/Sand/Wolfhagen noch mehr zu machen. Am kommenden Spieltag sollte in Hoof das absolute Topspiel angepfiffen werden. Dabei ein Sieg und der HSC hätte den vom Verband beschlossenen Punktabzug locker ausgeglichen. „Dafür hatten wir die gesamte Saison über gearbeitet, waren auch auf einem guten Weg und dann wird die ganze Serie derart gekippt“, muss Andreas Abe enttäuscht den Kopf schütteln.

Er und Mario Groß hatten vor drei Jahren den langjährigen Landesligisten nach einem Jahr Spielpause übernommen und seitdem eine ganz junge Mannschaft mit vielen Eigengewächsen nach oben geführt. 2018 gelang der Aufstieg aus der untersten Spielklasse in die Bezirksliga B. Ein Jahr später ging es als Nachrücker in die Bezirksliga A. In der gerade beendeten Saison schlug sich der Aufsteiger mit 14 Siegen aus 18 Spielen ebenfalls ausgezeichnet. Jeder Spieler entwickelte sich weiter; zeitweise gelang das durch Zusatzschichten in der Trainingshalle. HSC-Sportvorstand Jens Haeder bedauert den verpassten dritten Aufstieg in Folge: „Unsere Mannschaft hätte das Zeug für die Bezirksoberliga gehabt, aber wir halten das Team zusammen und bleiben ehrgeizig.“

Die Chance zum erneuten Nachrücken nach oben besteht diesmal offensichtlich nicht. Laut Staffelleitung hängt das unter anderem damit zusammen, dass es zwei Landesliga-Absteiger in die Bezirksoberliga gibt.

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