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Stimmung im Keller verbessert: SV Germania Fritzlar punktet überraschend in Köln

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Von: Sebastian Schmidt

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Sicherte den Punkt: Hannah Berk gelang in Köln das Tor zum 27:27.
Sicherte den Punkt: Hannah Berk gelang in Köln das Tor zum 27:27. © Pressebilder Hahn

Jetzt können die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar doch noch besinnlich in die Weihnachtspause gehen. Weil ihnen etwas gelungen ist, was selbst die SG 09 Kirchhof nicht gepackt hat und beiden heimischen Teams mit Blick auf die eigenen Ziele hilft.

Köln – Denn das abstiegsbedrohte Team von Trainer Lucky Cojocar holte überraschend beim zu Hause ungeschlagenen 1. FC Köln einen Punkt und zeigte beim 27:27 (10:15) eine Trotzreaktion auf fünf Niederlagen in Serie in der 3. Liga West.

„Wir haben uns durch nichts und niemanden aus dem Konzept bringen lassen. Die Körpersprache und das Rückzugsverhalten haben über 60 Minuten gestimmt“, lobte Cojocar sein Team. Fritzlar agierte mit einer aggressiven 5:1-Deckung um Maria Kiwa im Zentrum und die emsige Melina Hahn auf der Spitze. Durch Stoppfouls brachten die Gäste Köln aus dem Konzept und legten eine 5:4-Führung vor (10., Hahn).

Effzeh zur Pause 15:10 vorn

Doch nach und nach schlichen sich im Angriff technische Fehler ein, nahmen sich die Domstädterinnen schlechte Würfe und brachten sich somit im „Kölner Keller“ der Europaschule bis zur Pause um den Lohn. Angetrieben von den treffsicheren Rückraumspielerinnen Maria Kottmann, Marie Weismantel und Lisa Slomka ging der Effzeh mit 15:10 in die Pause.

„Viel zu hoch“, fand nicht nur Cojocar – und brachte sein Team wieder auf Kurs. Das blieb im zweiten Durchgang zunächst zehn Minuten ohne Gegentor. Weil auf die gereifte Torfrau Paula Küllmer abermals Verlass war und, wie der A-Lizenz-Inhaber stolz betonte, „weil wir uns noch mehr gewehrt haben und das Eins-gegen-Eins unterbinden konnten.“

Auch „Aus“ von Kiwa weggesteckt

Die Folge: Mit einem 4:0-Lauf zum 14:15 (38. Stockschläder) gestaltete Fritzlar das Geschehen offen. Und die Hürde Köln wurde nicht niedriger. Im Gegenteil: Als Abwehrchefin Kiwa ihre dritte Zeitstrafe kassierte und Kottmann den fälligen Siebenmeter zum 21:20 verwandelte (50.), sprach nicht mehr viel für Fritzlar. Auch das steckte der Tabellenvorletzte weg. Chantal Reimbold ging ins Deckungszentrum und vorn glänzte die reaktivierte Xenia Ahrend mit vier Toren allein in der Schlussphase.

Das letzte Wort hatte indes Hannah Berk, die zum 27:27 erfolgreich war. Und beinahe noch einen drauf gesetzt hätte, als Küllmer und Hahn den letzten Angriff in Windeseile an den Kreis brachten, wo Berk ihr Glück versuchte. Doch auch trotz der Parade der Torhüterin feierte Fritzlar wie nach einem Sieg.

Fritzlar: Küllmer (15 P./25 GT.), Gürbig (0/2) - Hahn 6/3, Ringleb 2, Kiwa 5/1, Kühlborn, Berk 4, Israel, Ahrend 6/1, Reimbold 3, Stockschläder 1, Dietrich.
SR: Falter/Feldmann. Z: 200. Siebenmeter: 6/8:5/5. Zeitstrafen: 6:12-Minuten. Rot: Kiwa (50., dritte Zeitstrafe). (von Sebastian Schmidt)

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