2. Handball-Bundesliga, Frauen: HSG Bad Wildungen reist nach Nellingen

Stockschläder rückt auf

Ihre Autogramme dürften ab sofort noch höher im Kurs stehen: Johanna Stockschläder rückt nach dem Ausfall von Miranda Robben zur Stammkraft auf Linksaußen auf. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Nach den klaren Heimsiegen gegen Aufsteiger Rödertal (32:20) und den Aufstiegskonkurrenten Borussia Dortmund (31:23) müssen sich die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen mal wieder auswärts beweisen. Am Samstag ab 19.30 Uhr (Sporthalle Ostfildern) treten die Vipers als Spitzenreiter beim Tabellensiebten TV Nellingen an.

Karsten Moos gibt sich vor dem Auftritt südlich von Stuttgart wieder siegessicher. „Wir haben im Jahr 2014 alles gewonnen. Diesen positiven Trend wollen wir gegen Nellingen fortsetzen“, erklärt der Trainer der Vipers.

Aus den Erinnerungen an das Hinspiel, in dem die HSG beim 29:29 den ersten Punktverlust in der Ensehalle zu beklagen hatte, zieht Moos eher positive Energien. „Wir lagen kurz vor Schluss klar zurück und haben die Sache geradeso umgebogen“, meint Moos. „Das war mehr ein Punktgewinn als ein Verlust.“

Ein Grund für das Remis im Oktober war die Tatsache, dass mit Torfrau Manuela Brütsch und Linkshänderin Romana Grausenburger zwei Stammspielerinnen der Vipers nicht mittuen durften. Denn in der EM-Qualifikation spielte Brütsch für die Schweiz und die zur Rückraumspielerin umfunktionierte Grausenburger für Österreich.

Über diese Tatsache und darüber, dass der Mitkonkurrent Füchse Berlin wegen des Einsatzes von Rückraum-Ass Christine Beier für Deutschlands Team bei der WM in Serbien den kompletten Dezember aus dem Punktspielbetrieb genommen wurde, haben Karsten Moos und alle Verantwortlichen rund ums Vipers-Team noch heute kein Verständnis.

Brütsch ist morgen wieder an Bord und dürfte nach ihrer starken Leistung beim Heimsieg gegen Dortmund beginnen. Annika Busch, die sich im Hinspiel als Grausenburger-Vertreterin im rechten Rückraum versuchte, rückt wieder auf ihre angestammte Position auf Rechtsaußen. Mit dabei ist in Nellingen auch wieder die zweite Torhüterin Dinah Eckerle, wie Moos gestern bestätigte.

Der 31-Jährige weiß aber, dass die Frau, die mit ihrem spektakulären Dreher aus spitzem Winkel gegen Nellingen den Punkt rettete, nicht nur morgen, sondern auch für den Rest der Saison ausfällt: Kapitänin Miranda Robben. Die 27-jährige Holländerin sieht Mutterfreuden entgegen (die HNA berichtete) und wird ab jetzt nicht mehr spielen.

„Dass Miri nun ausfällt, trifft uns hart“, sagt Karsten Moos. „Aber sie wird unser Team weiter von der Bank aus unterstützen.“ Moos ist froh, dass er zumindest passablen Ersatz für Robben zur Verfügung hat. „Johanna Stockschläder hat schon gezeigt, was sie draufhat.“

Umstellung in der Abwehr

Allerdings dürfte es in der Abwehr eine Umstellung zur bislang gewohnten Formation geben: Robben war in der 6:0-Deckung auf der linken Halbposition gesetzt. In Nellingen wird dorthin Sarah van Gulik rücken, Stockschläder bleibt der Deckung zunächst auf Linksaußen erhalten. (ppp)

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