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SV Germania Fritzlar bleibt flexibel und sucht Lösung am Kreis

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Von: Sebastian Schmidt

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Fritzlars starker Mann: Trainer Lucky Cojocar.
Fritzlars starker Mann: Trainer Lucky Cojocar. © Pressebilder Hahn

Wenn die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar am kommenden Dienstag in die heiße Vorbereitungsphase auf die am 3. September beginnende Saison in der 3. Liga West starten, ist die Kennenlernphase längst abgeschlossen.

Fritzlar – Denn die einzige externe Neue, Anne Kühlborn aus Böddiger, und die intern aufgerückte Laura Stockschläder sind allen Teammitgliedern bestens vertraut. Einerseits macht dies die Arbeit für Trainer Lucky Cojocar – schon seit Januar 2018 im Amt – leichter. Anderseits war das so nicht geplant. Denn seit klar war, dass Hannah Puntschuh ihre Karriere in diesem Sommer wirklich beendet, suchen sie in der Domstadt nach einer Kreisläuferin. Weiterhin ohne Erfolg. Konsequenz: noch stehen lediglich zwölf Spielerinnen im Kader.

Am wahrscheinlichsten ist Stand jetzt, dass Allrounderin Luisa Krüger am Kreis erste Wahl ist, auch wenn Cojocar der Vorzeige-Spielerin ebenso künftig Einsatzzeiten im Rückraum garantiert. Hoffnung haben sie bei der Germania, dass Laura Israel, deren Sperren helfen können, im zweiten Anlauf auf Drittliga-Niveau kommt.

Hahn in neuer Rolle

Ohnehin bleibt Flexibilität das Gebot der Stunde. Mit Chantal Reimbold, Maria Kiwa, Paulina Kauffeld, Melina Hahn und Neuzugang Kühlborn stehen fünf reine Rückraumspielerinnen zur Verfügung, die auf allen drei Positionen wirken könnten. Die erst 17-Jährige Hahn bekommt nach ihrem kometenhaften Aufstieg im Vorjahr Gelegenheit, sich vor allem als Spielmacherin zu beweisen.

Mehr noch im Fokus steht die Deckung. „Die Abwehr muss unsere Stärke bleiben“, erklärt Coach Cojocar, der neben dem 6:0-Verbund mit „Chefin“ Kiwa und dem erprobten 5:1 auch mit der 3:3-Variante liebäugelt. In jedem Fall dahinter mit den bewährten Kräften: Kapitänin Lea Gürbig und der aufstrebenden Paula Küllmer. „Im Tor sind wir sehr zufrieden, weil beide eine überdurchschnittliche Quote haben und sich bestens ergänzen“, lobt der A-Lizenz-Inhaber. Der zudem in der einen oder anderen Einheit unterstützt wird von Hannah Puntschuh. Getreu der guten Sitte in der Domstadt, verdiente Akteurinnen nah an der Mannschaft zu halten.

7. Platz als Ziel

Auch wenn der Altersschnitt auf 22,75 Jahre gesunken ist, baut Cojocar auf den Lerneffekt nach dem fünften Rang im Vorjahr. Dieses Mal ist der siebte Platz in einer gewiss stärker einzuschätzenden Staffel das Ziel. Damit wäre der Klassenerhalt garantiert. Für den Dino, der seit dem Aufstieg 2004 zu den Dauerbrennern in den dritten Ligen zählt. (Sebastian Schmidt)

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