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SV Germania Fritzlar II erwartet SG 09 Kirchhof II: Das kleine Derby lockt

Aktivposten: Kirchhofs Katharina Koltschenko (r. hier gegen Wuppertals Hanna Wagner).
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Aktivposten: Kirchhofs Katharina Koltschenko (r. hier gegen Wuppertals Hanna Wagner).

Acht Wochen nach dem Derby zwischen den beiden Drittligateams treffen der SV Germania Fritzlar und die SG 09 Kirchhof nun in der Handball-Oberliga aufeinander (So. 14 Uhr, Fritzlar, König-Heinrich-Schule).

Fritzlar - Am 11. September feierte Kirchhof einen 30:22-Erfolg. Für die SG stehen die Vorzeichen erneut günstig, denn die Mannschaft von Trainer Martin Denk startete mit einem überzeugenden 29:22 gegen Hüttenberg. Allerdings hat auch der SVG die Spielzeit mit einem Erfolgserlebnis begonnen. Im Derby bei Eintracht Böddiger hieß es 22:18 für die Mannschaft von Trainerin Susanne Bachmann. Die Oberliga-Bilanz ist ausgeglichen. In der Saison 2018/19 gewann Kirchhof 30:25, ehe Fritzlar im Rückspiel einen 24:22-Erfolg feierte.

Fritzlar ist klarer Außenseiter

„Wir sind klarer Außenseiter“, sagt Susanne Bachmann. Fritzlars Trainerin hat zur Kenntnis genommen, dass die Kirchhofer Reserve bei ihrem Auftaktsieg von zahlreichen Spielerinnen des Drittligateams verstärkt wurde und erwartet am Sonntag einen ähnlich hochkarätig besetzten Gegner.

Fritzlar II stellt ein Team entgegen, dessen Leistungsvermögen sich im Normalfall unterhalb des Könnens der Kirchhofer Talente bewegt. Bachmann zählt auf: „Sieben Spielerinnen kommen aus der Mannschaft, die 2020 den Aufstieg in die Oberliga geschafft hat. Ergänzt haben wir den Kader mit vier Neuzugängen aus unteren Ligen, und manchmal setzen wir auch A-Jugendliche ein.“ Nun gegen Kirchhof baut Bachmann besonders auf Allrounderin Theresa Werner, Rückraumspielerin Sarah Oschmann, Laura Stockschläder und Merle Bücker (beide Linksaußen).

Kirchhofs Personalpolitik sieht Fritzlars Trainerin skeptisch. Susanne Bachmann findet es zwar richtig, Spielerinnen in der zweiten Mannschaft einzusetzen, die bei Spielen der „Ersten“ überwiegend auf der Ersatzbank sitzen, sagt aber auch: „Problematisch wird es, wenn Stammspielerinnen der ersten Mannschaft in der Reserve zum Einsatz kommen. Das kann zu Wettbewerbsverzerrungen führen.“

Optimal verlief der Saisonstart für die Reserve der SG 09 Kirchhof. Weil der TV Hüttenberg zu den potenziellen Spitzenteams gezählt wird, hat die SG ein Ausrufezeichen gesetzt. Kein Wunder, dass es Martin Denk leicht fällt, vor dem Spiel in der Domstadt das Ziel zu formulieren. „Wir wollen an die gegen Hüttenberg gezeigte Leistung anknüpfen“, sagt der Trainer.

Denk hofft auf Asse aus der 3. Liga

Der nach sieben Abgängen dezimierten Reserve kommt erneut zu Gute, dass Hilfe von oben winkt. Gegen Hüttenberg waren die Drittliga-Spielerinnen Sophia Ritter, Frida Nygaard Ulrichsen, Alma Loro Jaen und Agustina Loro Jaen dabei. „Daran wird sich wohl nichts ändern. Allerdings werde ich mich nach dem Spiel unserer ersten Mannschaft noch mit deren Trainer Dragos Negovan beraten“, sagt Denk.

Gegen Hüttenberg überzeugten Agustina Loro Jaen und Frida Nygaard im Mittelblock, während Alma Loro Jaen auf Rechtsaußen stets gefährlich war. Von den etatmäßigen Oberliga-Spielerinnen sind Torhüterin Lisa-Marie Rehbein und Katharina Koltschenko besonders gut drauf.

Trotz allem sieht Denk die Rollen nicht so eindeutig verteilt wie seine Fritzlarer Kollegin. Während Susanne Bachmann die SG favorisiert, findet Kirchhofs Trainer, dass es in dieser frühen Phase der Saison schwer fällt, Prognosen abzugeben. (Gerd Brehm)

Beim Wurf: Nina Albus, die mit Fritzlar II schon ein Derby in dieser Saison gewann.

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