Oberliga:

SV Germania Fritzlar II macht kurzen Prozess im Derby gegen Böddiger

Unwiderstehlich: Fritzlars talentierte Rückraumspielerin Paulina Kauffeld (am Ball) lässt hier Sina Dieling (l.) und Julia Hasper stehen und erzielt einen ihrer vier Treffer. Im Hintergrund: Sarah Oschmann.
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Unwiderstehlich: Fritzlars talentierte Rückraumspielerin Paulina Kauffeld (am Ball) lässt hier Sina Dieling (l.) und Julia Hasper stehen und erzielt einen ihrer vier Treffer. Im Hintergrund: Sarah Oschmann.

Das Derby in der Handball-Oberliga der Frauen war eine klare Angelegenheit. Mit 37:25 (16:10) setzte sich die Drittliga-Reserve des SV Germania Fritzlar gegen Schlusslicht TSV Eintracht Böddiger durch.

Fritzlar – Die Domstädterinnen, die auch in der kommenden Saison von Susanne Bachmann und Jule Schmude betreut werden, kletterten damit auf den fünften Tabellenplatz. Bis zur 24. Minute sah es allerdings nicht danach aus, dass die Germania derart klar triumphieren würde. Denn Fritzlar leistete sich in der Offensive zu viele technische Fehler und attackierte in der Abwehr TSV-Torjägerin Anne Kühlborn zu spät. Über 4:4 (8.) und 9:9 (19.) verlief die Partie zunächst ausgeglichen, wobei Böddiger noch zwei Gegenstöße und einen Siebenmeter vergab.

„Wir haben in der ersten Halbzeit gut mitgehalten“, sagte Eintracht-Trainerin Rocsana Negovan. Vor allem Kühlborn war kaum zu stoppen und erzielte allein acht Treffer in der ersten Hälfte. Dann aber brach die Eintracht ein. Weil die 6:0-Deckung mit Kühlborn und Sina Dieling im Mittelblock die quirlige SVG-Spielmacherin Hannah Grothnes nie in den Griff bekam. Und Paulina Kauffeld für Anna Ködel auf Halbrechts rückte. Und die erst 16-Jährige überzeugte nicht nur in der Offensive, wo sie oftmals nur mit einem Foul zu bremsen war und allein drei Strafwürfe herausholte. „Paulina hat das sehr gut gemacht und vor allem in der Abwehr überragend gespielt“, lobte SVG-Trainerin Susanne Bachmann das Talent.

Sonderlob für Talent Kauffeld

Während die Eintracht im Positionsangriff Probleme offenbarte, standen die Gastgeberinnen nun in der Abwehr sicherer. Zudem zeigte Maren Dasenbrock im Tor erneut eine starke Partie – und bediente mit ihren Gegenstoßpässen mustergültig Hannah Grothnes sowie Lena Alter. Die SVG-Handballerinnen kamen nun richtig in Fahrt und konterten die Felsbergerinnen über die erste und zweite Welle aus. Bis zur Pause zog das Bachmann-Team auf 16:10 davon. Nach Wiederanpfiff führte Fritzlar II über 20:11 (36.) und 24:12 (39.) die Entscheidung herbei. „Böddiger hat konditionell abgebaut, während wir noch Gas geben konnten“, sagte SVG-Trainerin Bachmann.

Bei den SVG-Handballerinnen feierte Marleen Krause nach langer Verletzungspause ihr Oberliga-Debüt. Und traf prompt zum 32:19 (53.). Bei den Edertalerinnen sorgten Lena Brenzel und Selina Berger für Ergebniskosmetik.

Fritzlar II: Clobes (2 Paraden/7 Gegentore), Dasenbrock (14/18), Virag – Grothnes 10/1, Schmidt, Alter 5, Ködel 1, Albus 2/2, Krause 1, Holeczy 2, Kauffeld 4, Oschmann 4, Werner 5, Bücker 3.

Böddiger: Dippel (4/24), Mattern (9/13) – Berger 3, Theis 1, Brenzel 4, Dieling 1, Eren 2/2, Hasper 3, Eberhardt, Kühlborn 10, Gondermann 1, Springer, König.

Siebenmeter: 3/4:2/3. Zeitstrafen: keine. (Marcel Glaser)

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