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SV Germania Fritzlar mit Mini-Kader gegen angriffslustigen PSV Recklinghausen

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Von: Sebastian Schmidt

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Könnte am Kreis helfen: Fritzlars Melina Hahn (am Ball), die hier im letzten Duell mit Recklinghausen vor Marie Küppers (l.) und Malin Benthaus (Hintergrund) erfolgreich ist.
Könnte am Kreis helfen: Fritzlars Melina Hahn (am Ball), die hier im letzten Duell mit Recklinghausen vor Marie Küppers (l.) und Malin Benthaus (Hintergrund) erfolgreich ist. © Artur Schöneburg

Ihren ersten Saisonsieg hätten die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar kaum teurer bezahlen können. Denn beim 24:16 bei Treudeutsch Lank verletzte sich Luisa Krüger derart schwer am Knie, dass sie operiert werden muss und monatelang ausfallen wird.

Fritzlar – Somit interpretiert Trainer Lucky Cojocar die beliebte Floskel „noch enger zusammenrücken“ für das Heimspiel in der 3. Liga West gegen den PSV Recklinghausen (So. 17 Uhr, KHS-Halle) wie folgt: „Wir wollen für Luisa gewinnen.“

Für die Schlüsselspielerin müssen gleichwohl mehrere Fritzlarerinnen in die Bresche springen. In der Deckung, die in Lank in den ersten 41 Minuten nur acht Gegentore kassierte, sollen Anne Kühlborn und Chantal Reimbold neben Abwehrchefin Maria Kiwa verteidigen. Krügers Einsatzzeiten am Kreis gehen an Laura Israel, aber auch an Melina Hahn, die sich mit ihren 17 Jahren ansonsten als Spielmacherin bereits profiliert hat.

Kauffeld bald wieder im Training

Insgesamt verbleiben somit vorerst lediglich acht Feldspielerinnen. Weiteres Aufrücken von unten ist mit Blick auf den ebenfalls alles andere als üppig besetzten Oberliga-Kader nicht vorgesehen. Immerhin besteht die Hoffnung, dass Rückraum-Talent Paulina Kauffeld (Bandscheibenverletzung) nächste Woche wieder ins Training einsteigen kann.

Den Gegner bemisst Cojocar indes nicht an der Tabelle. Recklinghausen kommt ebenso wie die Germania auf 2:6-Punkte, hat aber die letzten drei Spiele verloren. Allerdings hatte es das Team aus dem Ruhrgebiet mit den drei Top-Teams aus Kirchhof (27:37), Aldekerk (31:33) und Köln (32:36) zu tun und hätte bis auf Kirchhof zweimal durchaus punkten können.

Gute Entwicklung unter Dziabel

Unter Trainer Viktor Dziabel gelang in der vergangenen Saison über die Klassenverbleibsrunde souverän der Klassenerhalt. Nun ist der Kader ähnlich stark einzuschätzen wie der der Germania. Mit dem großen Vorteil, dass um die Ex-Kirchhoferin Andra Lucas 14 Spielerinnen im Aufgebot stehen dürften. Verhindert ist allerdings Torfrau Ella Vietor (Auslandspraktikum), so dass Lene Gutjahr aus der zweiten Mannschaft hinter Emma Pape aufrückt.

Die größte Aufgabe für Dziabel ist indes die Deckung. Denn Leistungsträgerinnen wie die wurfgewaltige Lara Janz, Spielmacherin Leonie Fagin und Kreisläuferin Annika Fricke konnten sich in der Vergangenheit ihre Kräfte fürs Torewerfen schonen. Dziabel ist aber kein Freund von Abwehr-Angriff-Wechseln und sieht sein Team im Bereich Innenblock in der Findungsphase. „Das spielfreie Wochenende haben wir genutzt, um uns selbst besser zu analysieren. Aufpassen müssen wir nun vor allem beim starken Eins-gegen-Eins von Fritzlar“, erklärt Dziabel. (Sebastian Schmidt)

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