3. Liga:

SV Germania Fritzlar muss in Wolfsburg zwingend siegen

Volle Konzentration: Melina Hahn (am Ball, hier vor Blombergs Leni Ruwe) hat sich in Fritzlar eine wichtige Rolle erarbeitet und peilt mit der Germania zwei Punkte in Wolfsburg an.
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Volle Konzentration: Melina Hahn (am Ball, hier vor Blombergs Leni Ruwe) hat sich in Fritzlar eine wichtige Rolle erarbeitet und peilt mit der Germania zwei Punkte in Wolfsburg an.

In der 3. Handball-Liga, Staffel C, trennt sich langsam die Spreu vom Weizen. Kristallisiert sich heraus, wer in der Aufstiegsrunde um einen Platz in der 2. Liga kämpfen kann. Und wer froh sein wird, sich einen Rang unter den ersten Sechs zu sichern, um nicht um den Klassenerhalt bangen zu müssen.

Fritzlar – So wie der SV Germania Fritzlar, der zwingend zwei Punkte bei Schlusslicht VfL Wolfsburg holen sollte (Sa. 19 Uhr). „Wir sind in der Pflicht“, stellt SVG-Coach Lucky Cojocar klar und fordert: „Wir müssen online sein, sobald wir den Bus verlassen, und dann müssen wir dem Spiel sofort den Stempel aufdrücken.“ Wohlwissend, dass sein stark verjüngtes Team alle drei Niederlagen kassierte, weil es die Anfangsphase völlig verschlief.

Fritzlar muss wieder hellwach sein

Beim Derby in Kirchhof (Endstand 22:30) lag Fritzlar nach 16 Minuten mit 3:9 zurück. Beim 15:26 gegen Hannover-Badenstedt-Vinnhorst hieß es nach 22 Minuten 2:13 und zuletzt beim 24:32 gegen Blomberg-Lippe II nach 13 Minuten 1:9. „Unsere Mannschaft braucht Zeit, aber ich möchte Fortschritte sehen. Noch leisten wir uns zu viele Fehler und vor allem unnötige Fehlpässe“, betont der Handball-Lehrer, dem personell am Samstag allerdings die Hände gebunden sind.

Maria Kiwa wird wegen eines Bänderrisses mindestens drei Wochen fehlen, Laura Israel ist noch keine Option, immerhin aber ins Mannschaftstraining eingestiegen, und Chantal Reimbold droht wegen einer Handverletzung auszufallen. Da Lisa-Marie Merck aus privaten Gründen keine Auswärtsfahrten mitmachen kann und Pauline Kauffeld langzeitverletzt ist, sind lediglich sieben Feldspielerinnen und zwei Torhüterin fit. Spielerinnen wie Hannah Grothnes aus dem Oberliga-Team werden daher aushelfen.

VfL noch ohne Punkt

Für Cojocar indes kein Grund, nicht zu zeigen, „dass wir unsere PS auf die Straße bringen können.“ In der Hoffnung, dass Luisa Krüger und die erst 16-Jährige Melina Hahn stabil im Mittelblock stehen, um dann im Angriff Tempo aufzunehmen. Auch mit Blick darauf, dass der VfL nur aufstieg, weil neben Werder Bremen II niemand im Norden für die Relegation meldete und Wolfsburg seitdem punkt- und weitgehend chancenlos ist.

Mit der Folge, dass Oliver Bült sein Traineramt bereits nach dem 14:27 gegen Königsborn zur Verfügung stellte, um sich fortan auf die das Juniorinnen-Team zu konzentrieren. Seitdem sitzt Marco Pagel, mit dem er sich zuvor die Aufgaben geteilt hatte, allein auf der VfL-Bank. Auch anschließend beim 26:38 in Blomberg und 23:35 im ostwestfälischen Hille war Wolfsburg trotz der starken rechten Seite mit der zweitliga-erprobten Lena Witzke im Rückraum und Maraike Kusan auf Außen weit weg vom ersten Punkt in der 3. Liga. (Sebastian Schmidt)

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