3. Liga

SVG Fritzlar mit Puntschuh und ohne Merck nach Königsborn

Hannah Puntschuh
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Hannah Puntschuh

Beim Königsborner SV erwartet die Drittliga-Damen des SVG Fritzlar Teil zwei der Wiedergutmachung für die vorausgegangene 15:26-Pleite gegen Hannover.

Fritzlar/Unna – Es gibt Niederlagen, die provozieren heftigen Redebedarf beim Verlierer. Das 15:26 des SV Germania Fritzlar war so eine. Wegen einer unterirdischen ersten Hälfte (3:16), als sich der heimische Handball-Drittligist vom TV Hannover-Badenstedt-Vinnhorst vorführen und deklassieren ließ, was Trainer Cojocar sichtlich auf den Magen geschlagen war: „So darf man sich einfach nicht präsentieren.“ Auch nach der „gewonnenen“ zweiten Halbzeit (12:10) hellte sich seine Miene kaum auf. Vielleicht dann, wenn im schweren Auswärtsspiel beim Königsborner SV (Sa. 19 Uhr) der zweite Teil der Wiedergutmachung gelingt.

Ein wegweisendes Spiel nach nunmehr 2:4-Punkten. „Damit sind wir aufgrund von zwei schweren Gegnern im Soll. Doch nun müssen wir wieder punkten“, weiß Rückraumspielerin Melina Hahn. Eine weitere Niederlage würde nämlich den Druck erhöhen, die Entwicklung der jungen Mannschaft, die weiter auf Laura Israel und Pauline Kauffeld verzichten muss, erschweren. Also springt Hannah Puntschuh ein viertes Mal am Kreis ein. Was ihrem Coach immerhin eine weitere Option für den Rückraum (Luisa Krüger) beschert, wo den Gästen allerdings Lisa-Marie Merck fehlen wird.

Gastgeber selbstbewusst

Unterschätzt werden die Domstädterinnen sicherlich nicht, denn KSV-Trainer Harbach hat nicht das Dritte, sondern das erste Saisonspiel der SVG als Gradmesser der Beurteilung des Gegners gewählt. Und erwartet nach dem Videostudium des 24:23 gegen den Hannoverscher SC „ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Tagesform entscheiden wird.“

Der ehemalige Zweitliga-Spieler (u.a. bei TuRa Bergkamen) kann nach der Rückkehr aus Urlaub und Rekonvaleszenz von Jana Liese, Rabea Pein, Maike Esterhaus und Melissa Krogull auf seine Bestbesetzung bauen. Und will auf die auch komplett zurück greifen.

„Wir kommen übers Kollektiv“, sagt Kai Harbach angesichts einer gewachsenen, auf fast jeder Position torgefährlichen Mannschaft, deren einziger „Star“ die überragende Torfrau Sina Röttger ist. Ihre Paraden, die wuselige 5:1-Deckung und das hohe Tempo, das seine Schützlinge (durch regelmäßige Wechsel) gehen können, haben zuletzt den VfL Wolfsburg (27:14) zermürbt. Vorher hatte Titelanwärter HSG Blomberg-Lippe II beim 27:23 so seine liebe Mühe und Not, den Aufsteiger in Schach zu halten.

„Wir haben Selbstbewusstsein getankt“, erklärt der KSV-Coach. Was sein Fritzlarer Kollege von seinem Team sicherlich nicht behaupten kann.

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