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SVG II nach 18:21 noch 25:25: Sarah Oschmann belohnt Fritzlarer Moral

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Von: Sebastian Schmidt

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Punkt wie Sieg gefeiert: (von links) Fritzlars Merle Bücker, Sarah Oschmann und Nina Albus.
Punkt wie Sieg gefeiert: (von links) Fritzlars Merle Bücker, Sarah Oschmann und Nina Albus. © Pressebilder Hahn

Die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar II haben sich erneut als intakte Einheit präsentiert. Als ein Team, das nie aufgibt und auch gegen Drittliga-Absteiger HSG Lumdatal punktete. Mit 25:25 (11:12) im Verfolgerduell der Handball-Oberliga.

Fritzlar – „Gefühlt ist das wie ein Sieg“, frohlockte Co-Trainerin Jule Schmude, die gemeinsam mit Trainerin Susanne Bachmann mit ansehen musste, wie die Gäste in jeder Halbzeit den besseren Start erwischten. Weil sich ab und an eine Spielerin mal nicht an den Plan hielt oder sich einen vermeidbaren Fehler leistete. Doch Fritzlar hatte Lösungen im Kollektiv und kämpfte sich nach 1:3 auf 3:3 (10., Oschmann) sowie nach 3:6 (12.) und 6:8 (23.) auf 12:12 heran (31., Alter).

Allein, Lumdatal ließ nicht locker. Zog angetrieben von Nina Hasenkamp, die dann wegen einer Ellenbogenverletzung ausschied, und Kim Fuhrländer auf 18:14 (44.) und 21:18 (51.) davon. „Dann haben wir Moral gezeigt und ihnen mit unserer aggressiven 6:0-Deckung den Spielfluss genommen“, erklärte Schmude. Dabei zahlten sich die beiden Angriff-Abwehr-Wechsel aus. Die ermöglichten es, dass Sarah Oschmann und Xenia Ahrend Kraft genug für ihre Angriffe hatten. In der Deckung sprangen dafür Anna Holeczy und Antonia Icke in die Bresche. Die Drittliga erprobte Holeczy im Mittelblock zusammen mit der wiedergenesenen Paulina Kauffeld. Und Icke auf Halb zusammen mit Nina Albus. Dahinter im Tor in der Schlussphase: Lisa Clobes.

Plan geht auf

Erst brachte Merle Bücker Fritzlar per Doppelschlag auf 22:23 heran (57.). Dann gelang Albus ebenfalls per Doppelpack der Ausgleich zum 24:24 (59.). Das war der Auftakt zur letzten Minute, die es in sich hatte. Erst nahmen die Gäste eine Auszeit und feierten die neuerliche Führung durch Svenja Mohr per Siebenmeter. Dann nahmen Bachmann und Schmude ihr Team nochmal raus. Ein letzter Spielzug. Der Plan: Ahrend sollte Ruhe bewahren und Oschmann in Szene setzen. Gesagt, getan. Ein Wurf. Ein letzter Kracher. Oschmann. Tor. 25:25. Für Fritzlar II gefühlt ein Sieg.

Germania: Dasenbrock, Clobes - Holeczy 2, Alter 2, Ahrend 7/1, Albus 6, Krause, Kauffeld, Oschmann 5, Bücker 3, Icke.
HSG: Schütz, Schäfer - Fürst, Müller 2, Mohr 6/1, C. Schneider 6, N. Schneider, Hasenkamp 1, Parma 2, Boulouednine 1, Bulling 3, Smajek, Fuhrländer 4, Böcher.
SR: Reuther/Tobiasch.
Siebenmeter: 1/2:1/2.
Zeitstrafen: 2:2-Minuten. (Sebastian Schmidt)

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