3. Handball-Liga: Eintracht Baunatal verliert nach vielen Nachlässigkeiten gegen Dessau-Rosslau 26:27

27 technische Fehler sind zu viel

Gekämpft haben sie: Der Baunataler Florian Ochmann wird von Martin Danowsli (links) und Armands Uscins bedrängt. Foto: Fischer

Baunatal. Manchmal hat Paul Gbur einen guten Tag. Dann spielt er so wie am 22. September beim 31:28-Sieg gegen den damaligen Tabellenführer Coburg.

Am Samstag aber, bei der 26:27-Niederlage gegen Dessau-Rosslau, hatte Paul Gbur einen schlechten Tag. Und wenn der Linkshänder im rechten Rückraum nicht gut drauf ist, dann hat der Handball-Drittligist Eintracht Baunatal schlechte Karten, denn Trainer Reiner Wagner fehlen nach dem Weggang von Jan Potthof die Alternativen.

Allerdings wäre es nicht fair, die Niederlage gegen den bisherigen Tabellenvierten allein Gbur anzulasten, denn dessen Mitspieler haben ebenfalls jede Menge Fehler gemacht.

Und so ließ Wagner Zahlen sprechen. „Wir haben 27 technische Fehler gemacht“, sagte Baunatals Trainer und fügte hinzu: „Dies ist einer Drittliga-Mannschaft nicht würdig.“ Auf die Spitze trieben die Baunataler ihre Fehlerquote zwischen der 48. und 52. Minute. In dieser Phase ging alles schief, und so wurde aus einer 20:19-Führung ein 20:25-Rückstand.

Die gute Nachricht für die Eintracht-Fans ist, dass ihre Mannschaft dennoch die Aufholjagd in Angriff nahm, aber die verbleibenden acht Minuten reichten nicht mehr, um das Spiel noch zu drehen.

Paul Gbur war also nicht der einzige Spieler, der seine Normalform nicht erreichte. Auch Felix Geßner, Florian Ochmann, Konstantin König und Fabian Struif können besser Handball spielen als am Samstag gegen Dessau-Rosslau. Geßner sagt selbstkritisch: „Hinten haben wir uns nicht gut bewegt und vorn zu viele Chancen vergeben.“

Bleibt das Überzahlspiel. Dreimal hatte die Eintracht den Vorteil, mit ihren sechs Feldspielern gegen fünf Akteure der Gäste antreten zu dürfen, doch jedes Mal wurde aus dem vermeintlichen Vorteil ein Nachteil. Wenn die Eintracht einen Spieler mehr als der Gegner auf dem Feld hatte, dann erzielte Dessau-Rosslau mehr Tore als Baunatal. Anstatt die Überzahlsituationen in Ruhe auszuspielen, verfiel die Mannschaft in Panik, wenn sie einen numerischen Vorteil hatte.

Nach dieser Niederlage ist die Baunataler Eintracht in keiner beneidenswerten Lage. Von den kommenden fünf Spielen müssen vier in fremden Hallen ausgetragen werden, und das Heimspiel ist auch noch nicht gewonnen, denn der Gegner heißt HSC Bad Neustadt und gilt als Titelaspirant.

Wagner sagt: „Wir müssen in jedem Spiel an unsere Grenzen gehen. Ansonsten kann man in der 3. Handball-Liga nicht überleben.“

Dies gilt auch für das Gastspiel bei einem Aufsteiger. Am kommenden Samstag gastiert die Eintracht in Auerbach.

Von Gerd Brehm

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