Handball-Landesliga

TG Rotenburg erwartet Aufsteiger Eschwege

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Nicht aufhalten lassen: Beim bisher letzten Aufeinandertreffen beider Teams im März 2018 setzte sich TGR-Kreisläufer Jan-Oliver Holl in dieser Szene durch. 

Bei den Landesliga-Handballern der TG Rotenburg läuft es rund.

Rotenburg – Vor dem Heimspiel gegen den Eschweger TSV am Samstag ab 17.30 Uhr sind sie Fünfter mit 14:8 Zählern. Direkt vor ihnen liegen die punktgleichen Teams des TV Hersfeld und der TSG Dittershausen.

Aufsteiger Eschwege reist als Vorletzter an. Sein Kontostand: 6:16. Klar, dass für den ETSV angesichts dieser Konstellation die Außenseiterrolle reserviert ist. Demnach sollten die Rotenburger ihre Heimbilanz ausgleichen können. Derzeit stehen drei Niederlagen nur zwei Siege vor heimischem Publikum gegenüber. Und die Eschweger haben fremde Hallen in dieser Saison stets als Verlierer verlassen.

Doch sie haben auswärts auch schon aufhorchen lassen. Zum Beispiel in Hersfeld. Dort unterlagen sie am Ende zwar 33:40, doch sie hielten lange mit und führten zur Pause überraschend mit 18:15. Und das, obwohl sie ab der 17. Minute auf Schlüsselspieler Philipp Haaß verzichten mussten, der die rote Karte gesehen hatte. Fünf Tore erzielt er im Schnitt für seinen ETSV. Ähnlich erfolgreich sind seine Kollegen Fabian Otto und Klaus Stephan, der gerade seinen dritten Frühling erlebt.

In der ersten Hälfte des Gastspiels in Hersfeld konnten die Eschweger ihre Stärken in die Waagschale werfen, die da sind: Treffsicherheit im Angriff und Aggressivität sowie Beweglichkeit in der Deckung.

Doch die Mannschaft von ETSV-Trainer Christian Löbens hat auch ein zweites Gesicht, und das zeigte sie nicht nur in Durchgang zwei beim TVH. Denn in mancher Spielphase fehlt die nötige Konzentration. Dann unterlaufen den Eschwegern viele leichte Fehler, die ihren Gegnern zu Tempogegenstößen verhelfen.

Ein Talent aus dem Altkreis Rotenburg trägt seit dem Sommer das Trikot der Eschweger: Nicolas Reuchsel, den es von der HSG Werra WHO in den Werra-Meißner-Kreis gezogen hat. Auch er zählt zu den erfolgreichsten Torschützen des ETSV.

Gefahr droht den Rotenburgern von vielen Positionen, denn auch Mike Guthardt und Jonas Wagner wissen, wo der gegnerische Kasten steht. Auf die Abwehr der Rotenburger war bisher allerdings stets Verlass. 304 Gegentreffer hat sie in den elf Spielen erst zugelassen, das ist der drittbeste Wert in der Liga.

„Ich hoffe, dass bei uns alle da sind“, sagt TGR-Trainer Robert Nolte, „aber Petar Cutura wird wohl fehlen, weil er Schichtdienst hat.“ Der junge Lukas Günther habe den Rechtsaußen in solchen Fällen jedoch gut vertreten.

„Die Eschweger spielen extrem schnell und haben einen starken Rückraum. Außerdem kommen sie mit einem Riesenanhang, der ordentlich Bambule macht“, sagt Nolte.

Er möchte, dass seine Spieler versuchen, „den Ball etwas länger in den eigenen Reihen zu halten.“ Mit Geduld Abschlüsse vorzubereiten ist auch deshalb geboten, weil der ETSV in Cornel-Vasile Medrea einen sehr starken Torwart hat, der mit Alibi-Würfen nicht oft genug zu bezwingen sein wird.

Unter dem Strich steht für Rotenburgs Trainer Robert Nolte auch vor dem Auftritt gegen Eschwege fest: „Es gibt für uns keine leichten Gegner in dieser Saison.“

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