Handball-Landesliga Männer

TG Rotenburg gegen TV Hersfeld - das Schmankerl zum  Abschluss

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Er will künftig sportlich kürzertreten: Rotenburgs Christian Eimer, der hier von den Hersfeldern Marco Kemmerzell (links) und Andreas Krause in die Zange genommen wird. Foto: Walger

Rotenburg. Ein schöneres Saisonfinale für die beiden heimischen Handball-Landesligisten könnte es kaum geben: Am Samstag um 17.30 Uhr empfängt die TG Rotenburg Vizemeister TV Hersfeld in der Rotenburger Großsporthalle.

Von Thomas Walger

Für die TG Rotenburg geht es - rein sportlich gesehen - nur noch darum, Rang sieben zu halten. Der favorisierte TVH will dagegen zwei Männern, die dem Team in den vergangenen Jahren ihren Stempel aufgedrückt haben, einen gebührenden Abgang bereiten: Trainer Dragos Negovan und Spielmacher Marco Kemmerzell verlassen den Klub. Auch für Fynn Reinhardt, der in die 3. Liga wechselt, wird es der letzte Auftritt für die Blauen sein.

Sich für ein letztes Saisonspiel noch einmal zu motivieren, wenn alle Entscheidungen bereits gefallen sind, fällt in der Regel schwer. Das gilt allerdings nicht für das prestigeträchtige Kreisderby. Das möchte keiner verlieren. Was auf ein attraktives Handballspiel hoffen lässt.

Die Rotenburger gehen trotz Heimvorteils und der gelungenen Generalprobe bei der TSG Dittershausen als Außenseiter in diese Partie. Und das nicht nur, weil der Gegner in dieser Saison fast doppelt so viele Punkte eingesammelt hat. Sondern auch deshalb, weil der TVH gegen die TGR in den vergangenen Jahren fast immer gewonnen hat. Der letzte Sieg der TGR datiert vom 25. April 2015. Es war ein 27:24-Heimerfolg.

Anschließend gab es für die Rotenburger noch ein Remis vor eigenem Publikum, ein 23:23 im Dezember 2015. Alle fünf weiteren Partien gingen an die Hersfelder. Der Tiefpunkt aus TGR-Sicht war die schmerzhafte 27:40-Abfuhr in der Saison 2016/17.

Ein zähes Ringen

In der Vorrunde der laufenden Serie gewann der TVH im Januar in seiner Geistalhalle 31:26. Es war allerdings ein zähes Ringen, denn die Rotenburger leisteten lange harten Widerstand. Nach 48 Minuten durften sie beim Stand von 22:20 noch auf eine Wende hoffen. Als Fynn Reinhardt einen schönsen Spielzug dann zum 25:20 abschloss, erlahmte der Widerstand.

TGR-Trainer Robert Nolte sieht der Neuauflage des Derbys gelassen entgegen: „Wir wissen schon, wer da auf uns zukommt. Das ist eine tolle Mannschaft. Wir messen uns gerne mit ihr.“

Für sein Team gehe es darum, sich bei den Anhängern für die Unterstützung in dieser Saison zu bedanken. Das ginge zum Beispiel mit einer ansprechenden Leistung. „Wir haben gegen Dittershausen deutlich gezeigt, was wir spielen können“, sagt Robert Nolte. Daran möchten die Rotenburger morgen gerne vor eigenem Publikum anknüpfen.

Für Christian Eimer wird es ein besonderes Spiel werden. Denn für ihn dürfte es das letzte als Stammspieler der TGR sein. Eimer aus beruflichen Gründen kürzer treten, aber weiterhin ins Training kommen und hoffentlich hin und wieder zur Verfügung stehen, berichtet Robert Nolte.

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