Handball-Landesliga

TG Rotenburg ist Außenseiter im Gipfeltreffen

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Einer aus der jungen Garde, die frischen Wind ins Spiel der TG Rotenburg gebracht hat: Linksaußen Niklas Fischer, hier im Spiel gegen Twistet al beim Wurf. 

Rotenburgs Handballer bekommen es am Samstag mit dem Liga-Primus zu tun.

Rotenburg– „Die HSG Großenlüder/Hainzell marschiert weiter unaufhaltsam der Meisterschaft in der Handball-Landesliga entgegen.“ Dieser Satz tauchte am Wochenende nach dem 32:28-Heimsieg des Spitzenreiters über die TSG Dittershausen im Bericht eines Fuldaer Internet-Sportdienstes auf.

Zehn Gegner haben sich bereits die Zähne an dem Team von HSG-Trainer Joachim Bug ausgebissen. Am Samstag ab 17.30 Uhr wollen die Männer des Tabellenzweiten TG Rotenburg im Gipfeltreffen das Kunststück schaffen, die vermeintlich Unaufhaltsamen zu stoppen.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen findet an der Spitze der Landesliga nicht statt. Der Primus weist 20:0 Punkte auf, die TGR 12:6. Hinter ihr folgen die punktgleiche MSG Körle/Guxhagen und die HSG Fuldatal/Wolfsanger (12:8).

TG Rotenburgs Trainer Robert Nolte sieht die aktuelle Tabelle als schöne Momentaufnahme. Er weiß: „Es ist sehr eng.“ Nur drei Punkte weniger, und seine Mannschaft wäre Neunter.

Robert Nolte ist mit dem Ziel in die Saison gegangen, den Klassenerhalt zu schaffen – und das möglichst früh. Von sechs Siegen nach neun Spielen hätte er nicht zu träumen gewagt. Aber sein Team hat sehr viel gemacht aus seinen Möglichkeiten. Denn die sind nicht optimal.

Beruflich bedingte Ausfälle stören die Trainingssteuerung immer wieder erheblich. Deshalb war es besonders wichtig, dass die Rotenburger bislang von Verletzungspech verschont geblieben sind. Entscheidend für die bisherigen Erfolge ist auch, dass Noltes Youngster Luca Schuhmann, Maurice Reyer und Niklas Fischer sich toll entwickelt haben.

„Dahinter klopfen schon Lukas Günther und Julian Fischer an unsere Tür“, sagt der TGR-Coach und deutet an, dass Günther am Samstag mehr Spielanteile erhalten könnte als zuletzt. Denn Rechtsaußen Petar Cutura wird wohl wegen seines Schichtdienstes fehlen.

Auf gutem Weg zurück ist derweil Jonas Barzov. Er hofft, die lange Zwangspause nach seiner Schulteroperation bald beenden zu können. Vor jeder Trainingseinheit arbeitet er mit Ex-Trainer Uwe Mäusgeier individuell.

„Wir sind gut, wenn wir komplett sind“, stellt Robert Nolte fest. Beeindruckt ist er vom Teamgeist, der momentan herrscht: „Dieser Spirit wird ja oft überstrapaziert. Aber ich habe das Gefühl, dass bei uns alle nur in eine Richtung schauen.“ Er freut sich auch darüber, dass seine Spieler ein großes kollektives Selbstbewusstsein entwickelt hätten. „Wir reagieren nicht, wir agieren“, lautet die Devise immer öfter.

„Das ist am Samstag allerdings anders“, sagt Robert Nolte vor dem Auftritt gegen die Asse aus Großenlüder und Hainzell voller Respekt, „die werfen im Schnitt 35,8 Tore.“ Ihm ist klar: Treffen sie auch morgen in dieser Größenordnung, dann werden sie gewinnen. „Wir müssen versuchen, sie unter 30 Toren zu halten.“ Das ist bislang nur dem VfL Wanfried gelunen. Aber auch der hat verloren, knapp mit 28:29.

Die Torflut einzudämmen wird nur möglich sein, wenn die TGR den Kontrahenten in den Positionsangriff zwingen kann. Es gilt, die Zahl der Gegentreffer durch Konter oder die Schnelle Mitte zu minimieren. „Wenn die ins Rollen kommen, wird es ganz, ganz schwer. Wir müssen alle voll da sein. Aber wir nehmen die Herausforderung an“, sagt Robert Nolte. Er hofft, „dass es bis zum Schluss spannend bleibt“.

Er sieht seine Seine TGR als klaren Außenseiter. „Deshalb weiß ich auch schon, dass ich am Samstag viel entspannter sein werde als zum Beispiel letzte Woche in Zierenberg.“

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