Frauenhandball-Landesliga

TG Rotenburg reist zum Nachbarn TV Hersfeld

+
Sich will sich im Derby in Hersfeld trotz einer Verletzung am Finger durchbeißen: Nika Rollmann (in Rot). 

Rotenburger Frauen dürfen in Hersfeld nicht übermotiviert zu Werke gehen

Hersfeld/Rotenburg – Das Kreisderby steht an in der Handball-Landesliga der Frauen: Am Samstag um 16 Uhr empfängt der TV Hersfeld die TG Rotenburg in der Hersfelder Geistalhalle. Die Gäste liegen mit 7:9 Zählern auf dem siebten Rang, unmittelbar vor dem TVH (6:8).

Das Ziel beider Teams ist dadurch eigentlich schon vorgegeben: Durch einen Sieg das Punktekonto ausgleichen und die Rolle der Nummer 1 im Frauenhandball des Kreises für sich beanspruchen.

In der vergangenen Saison gab es jeweils Auswärtssiege. In der Hinrunde setzten sich die Rotenburgerinnen, die damals noch unter dem Namen FSG Waldhessen antraten, 28:22 durch. Am letzten Spieltag folgte die Revanche. Die Hersfelderinnen gewannen das umkämpfte Derby bei ihrem um den Klassenerhalt ringenden Gegner 25:23.

Sebastian Jaschinski, damals noch nicht Trainer der TGR, hat beide Duelle gesehen. „Das waren zwei tolle Handballspiele“, sagt er.

Zuletzt haben die beiden Kreisrivalen als Verlierer das Parkett verlassen: Der TVH musste beim bis dahin noch sieglosen Schlusslicht HSG Lohfelden/Vollmarshausen mit 26:28 die Segel streichen, während die TGR beim Tabellenführer SV Germania Fritzlar II vor allem in der ersten Hälfte enttäuschte und letztlich 27:42 unterging.

Schon in Fritzlar musste Sebastian Jaschinski auf seine beiden ukrainischen Neuzugänge, die Linkshänderin Yulia Makarova und Torfrau Tetiana Chorniavska, verzichten. Sie sind in ihre Heimat gefahren, um sich um ein neues Visum zu bemühen. „Sie werden auf jeden Fall am Samstag noch nicht zurück sein“, sagt Jaschinski.

Man habe in Fritzlar gemerkt, dass Yulia Makarova nicht dabei war. „Der Ball ist ohne sie nicht so sicher gelaufen. Und sie ist eine gute Verwerterin. Sie braucht nicht viele Chancen für ihre Tore“, sagt ihr Coach. Nun gilt es, den Ausfall zu kompensieren. „Wir arbeiten daran, uns im Rückraum anders einzuspielen“, sagt Sebastian Jaschinski. Gegenüber dem Auftritt in Fritzlar müsse der Abschluss besser werden. Sonst würde die TGR den konterstarken Hersfelderinnen in die Karten spielen.

Für seine Handballerinnen sei es ein besonderes Spiel. „Sie werden sich alle zerreißen. Das darf aber nicht zur Übermotivation führen. Wir dürfen nicht zu viel erzwingen wollen.“ Der Weg zum Erfolg könne nur über ein gutes Zusammenspiel führen.

Den entscheidenden Faktor sieht er im Defensivbereich: „Unsere Abwehr muss Zugriff auf die TVH-Angreiferinnen bekommen und bei Ballgewinn gut umschalten.“ Nika Rollmann wird bei der TGR wieder an Bord sein. Ihr verletzter Finger muss allerdings getapt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.