Handball-Landesliga

TG Rotenburg will das Tempo selbst bestimmen

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Alleinunterhalter im Kasten: Alexander Dick wird wohl der einzige Torhüter sein, den die TGR morgen in Ihringshausen aufbieten kann. 

Rotenburg – Die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg müssen reisen. Der Tabellensiebte tritt am Samstag um 18 Uhr beim Dritten des Tableaus an, der HSG Fuldatal/Wolfsanger. Nur zwei Punkte trennen beide Teams. Schauplatz der Begegnung ist die Sporthalle Eichhecke in Ihringshausen.

Das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison Ende Oktober verlor die TGR in Rotenburg 24:27. „Das war ein gutes Spiel von uns, in dem wir aber gar kein Glück hatten“, erinnert sich ihr Trainer Robert Nolte. In der Schlussviertelstunde hatten ein paar technische Fehler einen Überraschungserfolg der Gastgeber verhindert.

Was die Saisonziele angeht, liegen die Kontrahenten weit auseinander. Die TGR ist im September mit der Vorgabe gestartet, die Klasse zu halten. Die HSG Fuldatal/Wolfsanger wollte unter ihrem neuen Trainer Frank Janotta, der von Sohn und Ex-TGR-Regisseur Jendrik unterstützt wird, vorne mitspielen. Das ist ihr gelungen.

Und hätte Spitzenreiter HSG Großenlüder/Hainzell mit 17 Siegen bei nur einer Niederlage nicht so eine grandiose Serie hingelegt, dann würden die Janottas mit Sicherheit noch Chancen im Kampf um den Titel haben.

„Wir treffen auf eine der schnellsten Mannschaften der Liga“, weiß Robert Nolte, „sie ist sehr ambitioniert und hat mit Maximilian Simon einen athletischen Spieler, der sprunggewaltig und körperlich enorm präsent ist und sehr hart wirft.“

Simon, der im Sommer von der HSG Wesertal kam, ist mit 96 Treffern der beste Schütze seines neuen Teams. Gegen die TGR wird er sicher die Hunderter-Marke knacken wollen.

Nolte bescheinigt dem nächsten Gegner, von jeder Position aus Torgefahr auszustrahlen. In besonderem Maße gilt das für die Linksaußenposition. Hier glänzen Adrian Rudolph (86 Tore, davon 43 Siebenmeter) und Jan Grebe (70). Fynn und Till Welch sind als technisch beschlagene Spieler weitere wichtige Stützen im HSG-Gerüst.

Versuche man, die Rückraumakteure offensiver anzugehen, dann würde die HSG sofort offene Nahtstellen in der gegnerischen Deckung aufspüren und nutzen, sagt Robert Nolte. Auch seine Angreifer sieht er vor einer anspruchsvollen Aufgabe: „Im Ballbesitz müssen wir es schaffen, das Tempo zu bestimmen. Wenn wir uns auf einen offenen Schlagabtausch einlassen, gehen wir unter. Denn dann könnten wir nur über einen begrenzten Zeitraum mithalten.“

Am Dienstag im Training fand wieder jeder reichlich Platz für sich in der Halle. Nur vier Spieler aus dem Kader waren erschienen. Tomislav Balic und Jan-Oliver Holl hatten sich wegen Erkältungen abgemeldet, Boze Balic wegen Problemen mit der Ferse. Linksaußen Simon Golkowski machen weiterhin Rückenschmerzen zu schaffen. Er droht noch einige Zeit auszufallen. Torhüter Drazen Cica musste wegen Spätschicht passen und wird auch am Samstag fehlen.

Christian Eimer wird dringend im Bezirksoberliga-Team seiner TGR benötigt. Und Maurice Reyer braucht nach seiner Knieverletzung noch, bis er wieder voll belastbar sein wird.

Personell sieht es also weiterhin sehr trübe aus für Robert Nolte, der sich morgen an der Seitenlinie sehr einsam fühlen dürfte. „Wir tun, was wir können, aber in so einer Situation kann man nicht mehr alles selbst beeinflussen. Da brauchen wir ein bisschen Unterstützung von anderer Seite“, sagt er und lacht. Mögen seine Worte also an höherer Stelle Gehör finden.

VON THOMAS WALGER

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